Mittwoch, 23. April 2014

Produktest Phottix Batteriegriff für Canon EOS 550D, Modell BG-700D

Nach längerem Vergleichen und Lesen von anderen Testberichten habe ich meine Suche nach einem Batteriegriff für meine Canon EOS 550D mit dem Kauf des Phottix BG-700G bei einem großen
Versender angeschlossen.
Zuerst einmal immer die Frage, braucht man / ich das oder gehts auch ohne ?

Ja, es geht ohne Batteriegriff, aber dieser hat folgende Vorteile:

- Batteriegriff mit 2 Akkus ( doppelte Akkulaufzeit von ca. 1000 Bildern )
- Griff verfügt über Stativgewinde und Öse für Halteschlaufe
- Betrieb mit einem oder zwei Akkus möglich
- Betrieb mit 6x AA/LR6/Mignon Akkus/Batterien möglich ( zweite Ladeschale )
- Kamera liegt besser in der hand, der kleine Finger kann den Griff komplett
umfassen und liegt nicht drunter.

Hier überwiegen deutlich die Vorteile. Nun muss man sich fragen, was man will und wieviel Geld man ausgeben möchte.

Braucht man nicht in den Geldbeutel zu schauen, kauft man den Original Canon BG-E8, der ca. 130 Euro kostet, Angebote im  Netz gibts für ca. 115 Euro. Gut erhaltene gebrauchte Griffe kosten 80-100 € !

Dann gibt es noch verschiedene Alternativanbieter wie Meike, Phottix und andere, teilweise Unbekannte aus Fernost. Daher muss man sich mit dem Thema beschäftigen. Ich habe mit einigen gesprochen, die NUR Canon Originalprodukte nehmen und die auch sehr zufrieden waren, bis auf einzelne Ausnahmen. Dann findet man aber auch eine große Gruppe von alternativen Nutzern.
Was ist denn nun die beste Alternative ?

Hierzu liest man am besten verschiedene Testberichte in der Fachpresse, Bewertungen bei verschiedenen Kaufportalen, wo man natürlich immer ein gesundes Mittelmaß walten lassen sollte und schaut sich Youtube Clips an. Auch eine spannende Sache, dort wir " Out of the Box " gezeigt und auch Einsätze bei Fotoshoots.
Aus diesen ganzen Möglichkeiten hat sich für mich der Phottix BG-700D als beste Alternative herausgestellt.
Wer ist denn Phottix überhaupt ? Kann man sich ansehen http://www.phottix.com/de/about-us
Nun gibt es bei dem angesprochenen großen Anbieter ein Set, bestehend aus Batteriegriff und zwei Akkus von Phottix/Delamax. Der Akkuname sagt nichts besonderes aus, das muss man testen, aber auch hier habe ich im Vorfeld viel Gutes gelesen.

Aber zuerst Fakten, Fakten, Fakten:

Produktbeschreibung des Herstellers:
Der Batteriegriff ermöglicht Ihnen das Fotografieren im Hochformat mit dem gleichen Bedienungskomfort wie im Querformat. Mit diesem Griff und dem Einsatz der beiden Akkus verdoppeln Sie die Energiekapazität. Durch den mitgelieferten Batterieeinsatz können Sie Ihre Kamera im Notfall auch mit handelsüblichen AA/LR6/Mignon Batterien/Akkus betreiben, hierbei ist die niedrige Kapazität zu beachten.
Die Qualitätsakkus zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aus und stehen dem Original von Canon LP-E8 in nichts nach. Die Akkus sind mit je einem Chip ausgestattet, welcher Überladung und Überhitzung verhindert.
Der Griff verfügt über folgende Funktionen/Tasten:
- Ein-/Aus-Schalter für den Griff
- AE/FE-Verriegelungs/Index-/Reduzier-Taste
- AF-Punktwahl-/Vergößerungs-/Verkleinerungstaste
- Taste für Blende und Belichtungskorrektur
- Auslöser & Wählrad
Details
- Betrieb mit 6x AA Akkus/Batterien möglich
- Betrieb mit einem oder zwei Akkus (LP-E8 oder Nachbauten) möglich
- Griff verfügt über Stativgewinde und Öse für Halteschlaufe
- Dimensionen: 128 x 105mm
Technische Daten eines Akkus:
- Typ: Lithium-Ion-Akku
- Spannung 7,4V
- Kapazität: 1120mAh
- Gewicht: 50g
- Überladungs-/Überspannungsschutz
- CE-Norm
Kompatibilität
Passend für Canon EOS 550D 600D 650D 700D
Lieferumfang
1x Delamax/Phottix Batteriegriff für Canon EOS 550D 600D 650D 700D ersetzt BG-E8
2x Delamax/Phottix Akku für Canon EOS 550D 600D 650D 700D ersetzt LP-E8
1x Batteriefach für 6x AA (Mignon) Batterien/Akkus

Soweit, so gut, bestellt und nach 3 Tagen war das Paket da. 
Dann wurde direkt ausgepackt und angebaut.



Die Verarbeitung ist sehr gut und das Material fühlt sich gut an, nicht billig, wie man es vielleicht erwartet. Nachdem die originale Klappe des Batteriefachs der Kamera entfernt wurde, kann man die in einer dafür vorgesehenen Einsparung am Batteriegriff unterbringen.



Der alternative oder Ersatzeinschub für Batterien passt sehr gut und schließt sauber. Ich werde diesen als echte Reserve nutzen, da ich fast nur auf die Akkus vertraue. Drei bis Vier Akkus reichen völlig aus und überbrückt auch einen voll belegten Fototag.



Die beiden Akkus passten ebenfalls einwandfrei und ohne großes Spiel in den Einschub, beide haben bereits eine Mindestspannung, daher kann man direkt loslegen.



Was ist mit Spaltmaß und der direkte Kontakt zur Kamera ? Wird immer wieder gefragt, daher habe ich hier extra Fotos gemacht, auf denen man sehen kann, das der Griff 100% passend sitzt. Feststellung erfolgt über das Rädchen in der Mitte, mit dem man auch genügend festziehen kann.





Der Praxistest !
Für mich sind die praktischen Dinge bei der täglichen Arbeit wichtig, alles andere spielt nur eine nebensächliche Rolle. Laborwerte und schöne bunte Tabellen sehen gut aus, beeindrucken mich aber wenig.
Nach einer Woche nach Erhalt des Griffes stand eine kleine Familienfeier an und ich konnte bereits ausgiebiger testen. Alle Zusatzfunktionen des Griffes sind über einen extra Schieber zuzuschalten. Man braucht diesen aber nicht für den Akkubetrieb der Kamera, möchte man diese Tasten nicht nutzen, lässt man es.





Alles funktionierte sehr gut und zuverlässig. Da ich auch etliche Portraitaufnahmen gemacht habe, bot sich der extra Auslösenknopf am Griff, den man idealerweise für Hochkantbilder nehmen kann. Was für ein entspanntes Arbeiten, man steht locker und entspannt und konzentriert sich auf das Motiv und nicht unbewusst auf die verdrehte Haltung.



Der Griff überzeugte und funktionierte einwandfrei, ein echter Tipp, für alle, die eine Alternative zum Original suchen.

Fazit:
Ich habe für knapp 70 Euro dem Griff und zwei Akkus bekommen. Bin mit beiden Artikeln super gut zufrieden und zurechtgekommen, für mich war der Kauf jeden Euro wert.


Montag, 14. April 2014

Reisebericht - Emirate Kreuzfahrt mit Oman auf der MSC Lirica (22.03.-29.03.2014)

Endlich war Sie da, die Reise in die VAE und Oman und auch unsere erste Kreuzfahrt mit MSC.



Bisher waren wir noch nie in diesem Gebiet der Welt und das interessierte uns. Als "Mein Schiff" Fans, waren wir auf die Reise mit MSC sehr gespannt, man liest generell sehr viel unterschiedliches, wie so oft, aber fast nur Gutes über die Route mit der Lirica.
Hier möchte ich wiedergeben, was WIR erlebt haben und wie es uns gefallen hat. Sicher erlebt jeder
seine Reisen anders, macht andere Erfahrungen und auch beim Essen sind die Geschmäcker anders,
bis extrem verschieden.




Bild MSC Kreuzfahrten 



Da wir die Reise ohne Anreise zum Flughafen hatten, haben wir noch zwei Rail2Fly Tickets buchen
lassen, da unser Flug ab Düssseldorf mit Fly Emirates ging und wir noch eine knappe Stunde für
die Anreise einplanen mussten. Die Sonne geht langsam auf und wir sind am Airport Düsseldorf.



Fly Emirates macht generell 3 Stunden vor Abflug die Schalter auf, was sehr angenehm ist, und daher
wird man recht schnell die Koffer los und kann sich noch in Ruhe umsehen und shoppen.
Abflugzeit war 20:45 Uhr und Ankunftszeit in Dubai war 06:10, darin sind die 3 Stunden Zeitverschiebung enthalten. Der Flug war mit der Boing 777-300, schön eingerichtet, incl. einem Entertaintmentsytem, Kopfkissen, Kopfhörer und dünner Decke an jedem Platz. Der Abflug war sehr pünktlich und der Flug verlief problemlos. Die Verteilung von Speisen und Getränken war geheimnisvoll und bisher nicht nachvollziehbar, dazu aber auf dem Rückflug mehr.


22.03. Dubai - Ankunft und Abfahrt

Landung war kurz nach 6 Uhr morgens, dann mussten wir durch verschiedene Sicherheitschecks, die
Ausweiskontrolle dauert doch recht lange, die dort geprüft und abgestempelt wird, dann mit dem
Handgepäck durch den gefühlten kompletten Flughafen von Dubai bis man an die Transportbänder mit den Koffern kam. Direkt am Ausgang wurde man von MSC Mitarbeitern freundlich begrüsst und
weitergeleitet. Nach und nach kamen immer mehr und man ging zum Bus, der noch ca. 20 Minuten
stand, bis er gefüllt war und fahren konnte.

Die Fahrt vom Flughafen bis zum Hafen dauerte knappe 30 Minuten und vergingen schnell. Da wir
schon Zuhause den Web-Checkin ausgefüllt hatten, war ich nun auf die schnelleren Web-Checkin
Schalter gespannt, von denen ich immer gelesen hatte. Da gab es keine solchen Schalter, alle
waren gleich ! Das man ein Schiffsmanifest ausfüllt, kennt man auch von anderen Gesellschaften,
das es dann schneller geht, habe ich nie erlebt. Aber es waren viele Schalter geöffnet und wir
kamen schnell dran und konnten alles erledigen. Eine Kreditkarte kann man einlesen lassen, eine
Bankkarte mit Meastro-Chip wird nicht anerkannt, man kommt daher mit der normalen deutschen
Karte nicht weiter.
Das Foto zur Begrüßung haben wir direkt ausgelassen und sind weitergegangen, die Fotos kosten
10 Euro, unverschämt teuer und für uns nicht nötig. Aber wir waren mit dem Einchecken schnell
fertig, bisher unser Rekord.

Wir bekamen wie gebucht:
Deck 9 mit Zimmer 9041
Getränkepaket Allegrissimo und erste Essenzeit am Abend um 18:30 Uhr

Nach einer kurzen Orientierung auf den oberen Decks und dem ersten Getränk kam um kurz vor
9 Uhr schon die Durchsage, die Kabinen sind bereit. Das war schnell und sehr schön, denn wir wollten gerne aus den Klamotten raus.

Unsere Kabine 9041





Ausreichend für uns was die Größe angeht, der Schrank mit vielen Hängemöglichkeiten und auch
Bügel waren genügend vorhanden. Die beiden Betten standen zusammen in  der Mitte vom Raum,
rechts und links ein Nachtischchen mit Lampe. Hinter dem großen Spiegel ist der Tresor und noch
Ablagemöglichkeit für Kleinram. Der alte Philips Röhren TV hatte sicher seine besten Zeiten hinter sich, aber er ging. Es waren je nach Tageszeit 3-4 deutsche Programme, das wars, aber dafür machen wir
auch keine Kreuzfahrt. Das Badezimmer war auch ausreichend für uns, ganz schlimm, war der
Duschvorhang, der immer irgendwo am Körper klebte und durch die Lüftung beim Duschen noch
in diese Richting geblasen wurde. Das ist sicher heute kein Standard mehr und ist mehr als
verbesserungswürdig.

Gegen 17 Uhr stand noch unsere Seenotrettungsübung an. Hierfür bekam man extra gedruckte rote
Karten, die man beim Erreichen des Sammelplatzes abgeben musste. Mitnehmen musste man
auch die Schwimmweste. Es wurde der genaue Sitz und die Funktionen der Weste erklärt. Mitte
in die Durchsagen kamen die Horn-Signale eines anderen Kreuzfahrtschiffes, die unsere Lirica damit
grüsste, nette Sache, aber verstehen konnte man nichts mehr. Man zog die Übung so durch und fertig.
Gute Sache, wenn man schnell fertig sein wollte, aber sicher hat das mit dem Verstehen der nötigen
Maßnahmen im Rettungsfall nichts zu tun.



Um 18 Uhr gings endlich in Dubai los. Der Hafen ist geprägt von massenhaft Autos, die auf die Verladung warten. Die Ausfahrt aus dem Hafen empfand ich als recht unspektakulär, anders als es bei "Mein Schiff" gemacht wird, wenn am Pooldeck eine tolle Stimmung ist und " Grosse Freiheit " gespielt wird, teilweise auch live.

Die erste Abendessenzeit beginnt um 18:30 Uhr, also waren wir auch pünktlich dort, um unseren Tisch zu suchen und die anderen Gäste am Tisch kennen zu lernen. Wir hofften auf deutsche Gäste, nicht das gemischte Publikum, von denen man ab und zu lesen kann. Wir hatten aber Glück, es sprachen alle unsere Sprache und es waren nette Leute ( Glück gehabt ).



Aus der Abendkarte suchte man sich die Speisen aus, die man gerne bestellen möchte. Die Portionen
schwanken doch ein wenig von der Größe, aber grundsätzlich kann man alles bestellen was man
möchte, für Immer-hungrige-Leute eine prima Sache, denn die werden sicher satt. Wir bestellen bei
unseren Tischkellner, der auch über die ganze Fahrt, zusammen mit einem Kollegen, unsere fester
Ansprechpartner war unsere Getränke ( Allegrissimo Paket - Wasser und Wein ), andere am Tisch
bestellten eine extra Flasche Wein aus der Weinkarte, die dann mit ca. 22-25 Euro zu Buche schlägt.

Man bestellt einmal alles, was man gerne möchte und der Rest kommt dann von alleine. Der Kellner
bringt immer für jeden nach und nach den passenden Gang. Die Speisen waren immer alle sehr lecker, und wurden zeitlich abgestimmt an den Tisch gebracht. Bisher haben wir noch nie ein so gut schmeckendes Abendessen auf einem Kreuzfahrtschiff erlebt, hier ein dickes Lob für MSC und dem Bedienrestaurant.

 
 


Nach einem kurzen Abstecher in eine Bar und dem ersten Besuch in einigen der Geschäfte am Bord,
gings für uns pünktlich und eher früh ins Bett, wir waren noch müde von der letzten Nacht, in der wir im Flugzeug nicht schlafen konnten.

23.03. Abu Dhabi – Ausflug Stadtrundfahrt AUH01

Nach einem Frühstück, was für deutsche Verhältnisse eher nicht so dolle ist, denn wir essen keinen
Kuchen oder Bratäpfel am morgen ( wurden aber auch satt ), haben wir uns am Sammelpunkt zum
Halbtagesausflug eingefunden. Sobald man sich dort bei den MSC Teammitglieder angemeldet hat,
bekommt man Aufkleber, mit der Busnummer. Den klebt man am besten direkt aufs T-Shirt, dann ist
man den schon mal los.
Man versucht von Seiten MSC immer die Sprache der Gäste bei den Touren einzuplanen, so hatten
wir bis auf einmal immer nur deutsche Gruppen, was dann für den Gruppenleiter auch einfacher ist.

Entweder man geht als Gruppe geschlossen von Bord, oder geht schon alleine los, immer mit dem
Brustaufkleber, das jeder direkt den Bus mit der passenden Nummer erkennen kann. In den arabischen Ländern bekommt man eine Landgangskarte, die fast immer aus grüner Pappe besteht, die muss man bei sich tragen und später wieder abgeben. Die Dinger sind ab und zu bei der Ausfahrt aus dem Hafenbereich wichtig, werden auch schon mal kontrolliert, haben wir nur einmal erlebt.



Zu aller Erst, auch um sich einen Eindruck der Stadt zu verschaffen, sind wir zum Kulturzentrum gefahren, wo man einen Überblick der Entwicklung und Visionen der Stadt bekommt. Wenn man bedenkt, das die Erdölvorräte noch ca. 30 Jahre halten und dann nichts mehr kommt, ist man bemüht, in der verbleibenden Zeit etwas zu ändern. Nebenbei findet

 




Da bei diesem Ausflug auch der Besuch der Scheich-Zayid-Moschee anstand, wurde viel Wert auf die passende Kleiderordnung gelegt. Bei Männern nicht ganz so wild, da haben wir auch sehr unterschiedliche Kleidermixe gesehen, aber auch hier „müssen“ die Handgelenke und Knöchel bedeckt sein, bei den Frauen zusätzlich noch der Kopf bedeckt, incl. der Schultern und es darf nichts an haut durchscheinen ( Leggings, Strumpfhosen usw. ). Da an den Moscheen immer eine manuelle Kontrolle der Personen erfolgt, ist hier „ keine Regel ohne Ausnahme „. Wir haben auch Frauen dort im Bereich der Moscheen gesehen, die hätten mit dem Style nicht reingelassen werden dürfen, bei anderen, die gut bepackt waren, wurde trotzdem noch herumgezuppelt. Naja, so ist das dort eben, es gibt Regeln, die legt aber jeder selber aus, und dehnt auch entsprechend.

Der Bereich der Moschee ist sehr schön, sieht ruhig und aufgeräumt aus, auch innen, sieht man die hochwertige Einrichtung und die Größe, aber man vermisst den extremen Prunk, wie man es z.B. aus
dem Petersdom in Rom kennt. Aber hier werden große Räume zum beten auf dem Boden benötigt, keine Bänke oder anderes.





Weiter ging es durch verschiedene Viertel und Bereiche von Abu Dhabi und später über die Corniche, die schöne Uferstrasse der Stadt.
Wir haben uns dann kurz vor dem Hafen aus dem Bus an einem Kreisverkehr absetzen lassen, da wir
noch zu der großen Marina Shopping Mall wollten.
Das klappt auch dort recht gut mit den Taxen. Einfach an einem großen Kreisverkehr hinstellen, nach einem Taxis Ausschau halten, winken wie verrückt und schon kommt das Taxis. Hat den großen Vorteil, das man nicht zum Hafen zurückmuss und die erhöhten Taxikosten von dort hat. Die normalen Taxen starten mit einem Grundtarif von 3,5 Dirham ( +/- 5 Dirham = 1 Euro ), die am Hafen direkt mal mit 20 Dirham ! Wenn man bedenkt, das eine Fahrt vom Hafen zur Mall nur ca. 22 Dirham kostet, ist das schon ein Unterschied.




Thema Malls und einkaufen:
Wenn man meint, man kann in den Malls günstig einkaufen, kann sich das direkt abschminken, das war vielleicht vor 20 Jahren mal so, heute nicht mehr. Die Malls sind groß, modern und schön eingerichtet. Es macht Spaß, mal durchzulaufen und sich alles anzusehen. Aber die Schnäppchen kann man eher selten machen. Es gibt auch dort mal Angebote und heruntergesetzte Klamotten, aber das muss man suchen.
Die Preise sollte man kennen, aber das ist bei uns nichts anderes. Die Emiraties, die in den Malls shoppen, brauchen nicht besonders zu handeln, daher sind die Preise auch erhöht, aber wie schon geschrieben, kennt man die Preise, kann man dort auch mal feines finden.




Den Nachmittag haben wir dann gepflegt auf dem Schiff verbracht. Genüsslich 1 bis 3 Stückchen Pizza gegessen, die als Schnellimbiss gedacht, aber sehr lecker ist. Auch als Schnellimbiss gedacht ist die andere Seite der Grillecke, auf der man z.B. Burger und Pommes bekommt. Eigentlich schmeckten die selbstgemachten Burger nicht schlecht. Eigentlich heisst, das man noch mit Ketchup nachhelfen musste, und die fast die komplette Fahrt über eher kalt als warm waren. Es werden immer welche gemacht und daher liegen auch immer ca. 8-10 Stück, die dann natürlich auskühlen. Aber die Grillecke auf Deck 11 ist mal eine gute Alternative, zwischendurch oder nach einem Ausflug.

24.03. Seetag

Heute war mal Seetag angesagt, da wir unterwegs von Abu Dhabi nach Khor Fakkan sind. Keine riesige Strecke, aber immerhin, und wir haben ja Zeit.
Was macht man an einem Seetag ? Genau, länger schlafen, chillen und entspannen. Wenn man das denn kann.

Ja, man kann schon, aber genau über das Thema, wo man so gerne die Deutschen mit verbindet, ist
Hier zu finden. Das Liegenreservieren am frühen morgen ! Da wir an dem Tag mal eine knappe Stunde länger geschlafen haben, und dann in Ruhe gefrühstückt haben, waren auf dem Pooldeck alle Liegen belegt. Vorrangig belegt mit Handtüchern, weniger mit Leuten. Alle Liegen in der Sonne waren belegt, im Schatten kann man noch vereinzelte finden.

Für uns nicht so tragisch, da man an einem Seetag auch eine Menge machen kann und im Schiff gibt es eine Menge zu sehen, und die Geschäfte kann man auch gut jeden Tag besuchen, vielleicht findet man etwas Neues oder es gibt neue Angebote. Und die gabs wirklich. Da ist MSC wirklich top und macht was, jeden Tag neue Angebote von 10-30%, auf Schmuck, Uhren und Kosmetik, eine Menge an Auswahl war zu finden, auch viele Markenware. Für Raucher gibt’s klasse Angebote für Stangen Zigaretten, wer das braucht, kann dort reichlich finden.

Nun war es langsam Mittag und wir haben es uns bei leichter Kost im Bereich der Grillstation gemütlich gemacht. Wie oft in der Mittagszeit ist es dort recht voll und man muss schon mal einen freien Platz suchen. Ebenfalls suchen muss man die Bedienung für die Getränke. Diese Kollegen sind teils aufmerksam, teils laufen Sie mit Scheuklappen und einem Getränk auf dem Tablett umher. Hier darf man sich nicht zu schade sein, teils laut und kräftig auf sich aufmerksam zu machen, das machen andere auch. Das Bestellen, direkt an der Bar, bringt keinen Zeitvorteil, denn es dauert eben schon lange, bis
Alle Bestellungen dort abgearbeitet sind und die Vordrängler, die einen eh nicht verstehen, auch schon etwas haben. Aber das passiert auf jedem Schiff, ist normal und sollte einen nicht weiter aufregen.



Beim Durchgang des Pooldecks fielen wieder die vielen leeren, aber reservierten Liegen auf, keiner drauf, wahrscheinlich nun zum Essen. Egal, wir fanden zu der Zeit schöne Plätze an der Poolbar am Tisch mit Sonnenschirm. Man muss bedenken, das wir an diesen Tagen fast immer nur Sonne hatten bei ca. 25 Grad, aber gefühlte 30 in der Sonne. Genauso sahen einige am Abend auch aus, schön krebsrot.



Der Abend verlief eigentlich immer nach dem selben Schema. Sich in Ruhe auf der Kabine fertig machen, dann pünktlich um 18:30 Uhr zum Essen ins Bedienrestaurant, lecker was Essen und trinken und dann entweder in eine Bar, wenn man einen Platz findet, wo es:

- nicht zu laut war
- nicht zu kalt war
- noch freie Plätze gab

Hört sich schwierig an, war es manchmal auch. In einigen Bars wurde die Klimaanlage extrem runtergestellt, das man eine leichte Jacke anziehen müsste, und auch dann fängt man nach kurzer Zeit
an zu frösteln. Wenn man bedenkt, das tagsüber Temperaturen von +/- 30 Grad waren, ist der Unterschied am Abend schon deutlich.

25.03. Khor Fakkan – Ostküstentour KLF02

Hier hatten wir so unsere Probleme im Vorfeld etwas Schönes an Ausflügen zu finden, die Auswahl hält sich in Grenzen und wie es vor Ort aussieht, erfährt man erst, wenn man dort ist.
Wir haben es eigentlich richtig gemacht, denn der Ort Khor Fakkan selber, ist alles andere als schön,
ein typischer arabischer Ort, der noch in der Entwicklung ist, etliche, immer wiederkehrende Geschäfte an der Hauptstrasse, viele von geschlossen, etliche Autowerkstätten und alles andere als schön und aufgeräumt.
Was soll man als Tourist dort machen ? In meinen Augen kann man dort nichts machen, die Geschäfte sind kein Anreiz und die Gegend nicht so besonders schön. Einige fahren dann nur im Taxi in der Gegend herum, was sicher billiger als die Halbtagstour ist, ob das das Richtige ist, muss jeder selber entscheiden.



Wir waren mit unserer Gruppe auf der Küstenstraße unterwegs, ein Stückchen weg zu einem etwas größeren Fisch- und Gemüsemarkt, wo man viele, auch recht große Fische sehen kann. Aber als Tipp kann ich dort mitgeben, das sich im hinteren Teil dieses Marktes auch etliche kleinere Geschäfte befinden, wo man z.b. farbenfrohe Kleider und Gewänder für Frauen kaufen kann, und das zum halben Preis als in Dubai. Dort kann man nach Handeln ein Kleid für umgerechnet 30 € bekommen, und das ist ein vernünftiger Preis. Der Ort, wo sich der Markt befindet, heisst Fujairah.





Weiter an der Küstenstrasse entlang ging es entlang der Küste, wo man auch die zerklüfteten Berge
Sehe kann, zum Fujairah Museum, wo man etliche Sehenswürdigkeiten der Region und besonders
die Münzsammlung aus der alten Zeit sehen kann.

  


Man besichtigt noch eine 300 Jahre alte Festung und das Dorf der Kultur, wo man die alte Lebensweise und Häuser nachgestellt hat. Eine leichte Folkoreshow erwartet den Besucher und nach einem kleinen Becher Tee geht’s wieder weiter.



Die Fahrt ging nach ca. 5 Stunden zu Ende. Es war nicht der hammermässige Tourenvormittag, hat aber gezeigt, das es in den anderen grösseren Städten nach Dubai und Abu Dhabi anders und langsamer vorangeht. Die Entwicklung geht sicher weiter, das sieht man an den teilweise schicken Häusern, aber dann findet man wieder Viertel, wo man sich 40 Jahre zurückversetzt fühlt.

26.03. Muscat ( Oman ) – Panoramatour und Nakhl Oase MCT01, ganzer Tag

Wir hatten uns im Vorfeld schon diese Tour mit einem Mittagessen ausgesucht, weil der Preis von
84 € pro Person für einen ganzen Tag und Mittagessen völlig in Ordnung ist, da kennen wir andere Preis von den „Mein Schiff“ Touren. Allerdings sind wir beim Mittagessen immer vorsichtig, besonders wenn es landestypische Speisen sind, diese sind doch völlig anders gewürzt und entsprechen nicht immer unseren Geschmacksvorstellungen.

Auch an diesem Tag stand wieder eine Moschee an. Wir waren ja gut gerüstet und stellten uns darauf ein, und hatte unsere Bekleidung angepasst. Wieder bekamen wir spezielle Landgangskarten, diesmal aus Kunststoff.



Unser Reiseleiter war ein Inder, wie recht oft findet man Inder und Leute aus Pakistan vor Ort, die als Fremdenführer Ihr Geld verdienen. Er war sehr nett und erzählte einiges von den Menschen, wie diese Leben und wie man in Muscat leben kann.

An der Hafenausfahrt wurden die Landgangskarten durch einen Polizisten auf Vollzähligkeit kontrolliert, auch das einige Mal, das man das so kontrollierte.

Die Fahrt zur großen Moschee, die fünf Minarette hat, dauerte nicht allzu lange, unterwegs gibt es immer was zu entdecken. Am Parkplatz der Moschee checkte unser Reiseleiter jede Frau nach vollständiger
Kleidung einzeln durch, bei der einen musste hier noch etwas bedeckt werden, bei der nächsten konnte man einen Teil des Knöchels sehen, was direkt eine Ablenkung und Beeinflussung beim Gebet bedeutet und daher nicht erlaubt war.
Der Zugang zur Moschee wurde streng kontrolliert, eine Reihe für Männer, die recht locker durchgehen konnten,  eine andere Reihe für Frauen, die man genau kontrollierte.
Alleine hier konnte man schon vermuten, das man recht streng ist, was den Glauben angeht. Wir waren im Oman, nicht  mehr in den V.A.E., das muss man wissen.
Die Moschee ist groß und schön anzusehen, man sieht, das man hier viel Wert auf viele Kleinigkeiten
legt.

Nach der Moschee ging es zur Oase Al Thowara, wo natürliche Quellen sind. Leider hatte wir an dem dem Tag mit dem Wetter, denn es regnete immer wieder mal, was nur ca. an 7-9 Tagen im Jahr dort vorkommt, wir hatten einen solchen Tag. Daher war auch die Sicht nicht so schön und die nahen Berge verhangen mit Nebel und leichtem Regen.




Es wurde Mittag und wir machen uns auf zu unserem Mahl. Als wir von der Hauptstrasse in eine Nebenstaße abbogen und man immer mehr Baustellen und – schrott sehen konnte, hielt sich meine
Hoffnung, auf ein gutes Mittagessen in Grenzen. Nach ein wenig Weiterfahrt wurde ich eines besseren belehrt und wir haben eine Schöne, grüne 4 Sterne Anlage vor uns gesehen.

Wir saßen an langen Tischen, der Raum war groß und mit reichlich Glas bestückt. Das Essen war reichhaltig und als Buffet schön gemacht.



Natürlich probierten wir vieles aus, erstmal isst das Auge, erst was das GO von dem kommt, packt man sich etwas auf den Teller. Aber es schmeckte alles gut, besonders der Nachtisch war lecker und einen Nachschlag wert.

Da der Regen schauermässig immer mehr wurde, konnte man leider keinen Spaziergang im Garten machen, der ebenfalls schön angelegt war und wir warteten nur auf den Bus um weiterzufahren.

Wir fuhren zurück nach Muscat um uns den Sultanspalast von außen anzusehen, alles nett gemacht, ein Mix aus alter und neuer Kultur. Der Palast ist allerdings einer von verschiedenen, die der Sultan hat, und daher sucht man den dort vergebens.


Direkt in der Nähe befindet sich auch wieder die Küstenstraße, wo wir anhielten und ein paar Geschäfte mit buntem Krims Krams besuchten, die Sachen sind überteuert und für meinen Geschmack kitschig, aber wer darauf steht, kann dort was finden ( aber sicher nichts altes oder seltenes ).
Der Muttrah Souk, der direkt um die Ecke ist, konnte leider nicht besichtigt werden, da durch die Regenfälle die komplette Straße unter Wasser stand und man nur barfuss oder mit Gummistiefel hätte dort laufen können.



Nach einer angemessenen Pause ging es wieder zurück zum Schiff. Der Tag war mit den 8 Stunden gut ausgefüllt, es war nicht lang, hat sich nicht gezogen und war nicht langweilig, ein guter Tag ( auch mal mit einem Regenschauer ).


27.03. Khasab ( Oman ) – Stadtbesichtigung von Khasab & Bukha

Heute sind wir früh am Morgen in Khasab angekommen. Man muss wissen, das Khasab eine Enklave des Oman ist und nur ca. 60 Kilometer vom Iran entfernt ist ( Seeweg ).

Über das tägliche, doch immer gleich Frühstück gehe ich mal hinweg. Wir sind wieder fast zur selben Zeit aufgestanden und haben uns für den Ausflug vorbereitet, warmes Wetter, tolle Sonne, keine Moschee auf dem Plan = leichte Kleidung.

Der Hafen von Khasab ist klein und überschaubar, aber: mal kein Containerhafen, das hat uns gut gefallen. Unser Reiseleiter wartete schon am Bus und es ging pünktlich los.
Er erzählte uns direkt, das Khasab ein Schmugglerhafen ist und täglich (!!) von ca. 60 Schnellbooten vom Iran aus angefahren. Die Iraner bringen Schaafe und Lämmer, fahren am Abend wieder vollgepackt mit Elektronikakrtikel wieder zurück. Das Fleisch aus dem Iran soll besser schmecken und es besteht im arabischen Raum eine große Nachfrage. Nun muss man nicht denken, das sind immer nur ein paar Sachen, die man dort verschiebt, das ist eine echte Mafia, die nach Aussage des Reiseleiters einen Tagesumsatz von ca. 10 Mio. Euro machen. Es gibt dort ein extra Schmugglerlager, wo die Elektroartikel, schön verpackt in grauer Folie, gelagert werden. Dann fahren die Boote, bis oben vollgepackt bis oben, wieder zurück in den Iran. Die Polizei billigt das, weil beide Seiten sehr gut davon leben können, Sie schaut gerne weg.




Wir fuhren bei bestem Sonnenwetter die schöne, einzige und lange Küstenstraße entlang, man sieht von dort das schöne grüne / blaue Wasser.
Generell gibt es in dieser Gegend nicht so wirklich viel, aber trotzdem hat es uns dort gut gefallen, vielleicht weil alles kleiner, übersichtlicher und ruhiger ist.



Die Tour dauert ca. 3,5 Stunden, umfasst etliche Fotostopps und reichlich Fahrt im klimatisierten Bus. Man hat sehr schöne Ausblicke auf diesen Teil der Küste mit der kargen Landschaft, teils zerfallene Häuser, teils neue Häuser incl. einer Teerstraße vor dem Haus. Gegensätze pur, auch dort geht langsam der Fortschritt weiter.




Auf der Rücktour haben wir noch einen Stopp am eher kleinen, aber netten Fort Khasab gemacht, das im Urzustand im 17. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut wurde, sollte die Angreifer vom Meer, die die Straße von Hormuz durchfahren, abhalten. Heute schön restauriert und hergerichtet für Touristen, innen sauber, incl. der Toiletten.



27.03. / 28.03.  Dubai – Entdeckungstour Dubai und Mittagessen im Burj Al Arab (Tagestour)

Unser letzter voller Tag auf der Reise und wir haben uns für den Ganztagesausflug entschieden, da der für uns das beste Programm hatte, nebenbei noch das Mittagessen im 7 Sterne Burj Al Arab bat, die anderen Ausflüge sagten uns nicht so zu oder waren zu spät, wie der Nachtausflug nach Dubai. Wenn man in der kommenden Nacht wieder recht früh raus muss, ist das schon eine echte Überwindung, denn schlafen im Flugzeug können wir zumindest nicht.

Die Gruppe war an diesem Tag deutsch / englisch, was für unseren Gruppenleiter bedeutete, er musste alles in zwei Sprachen erzählen. Die Fahrt ging erstmal durch die Stadt zur Dubai Mall, die grösste Shoppingmall der Welt mit ca. 1200 Geschäften. Nach der Vereinbahrung eines Treffpunkts haben wir Zeit für eine eigene Erkundung gehabt. Bei der Größe und Menge der Geschäfte schon extrem groß.



Wenn man die großen Becken mit Fischen sieht, ist das schon extrem, ein Taucher vergnügte sich mit den Fischen, auch nett anzusehen.



Nun stellt man sich Shopping in Dubai ja toll und einfach vor, weil viel und sicher billiger als bei uns. Das war es sicher mal vor 20 Jahren, aber nicht mehr heute. Wir haben uns verschiedene Sachen angesehen, Preise verglichen, wo wir die Preise kannten. Kaum etwas war günstiger, die Sonderangebote in den Läden muss man suchen. Dafür findet man alles dort, was Rang und Namen hat. Im Erdgeschoss sind
Die nobelsten Marken, je höher man kommt ( 4 Etagen ), findet man oben eigentlich nur noch unbekannte, oft arabische Marken.
Mit wenigen Schnäppchen bepackt trafen wir wieder auf den Rest der Gruppe und wir fuhren im Bus nur ein kleines Stückchen weiter, zum Atlantis Hotel, welches man von außen fotografieren konnte und dann gings zur Besichtigung des Aquariums „ The Lost Chamber „. Das ganze ist aufgebaut wie die versunkene Stadt Atlantis, schön gemacht, an einigen Ecken recht dunkel, aber man hat sich Mühe gegeben.





 Große Aquarien in der Mitte und kleine an den Seiten, wie man es auch aus anderen Aquarien kennt. Zum Teil erschreckend große Fische, wo man sich kaum vorstellen kann, das es die wirklich gibt.



Die Zeit lief doch schneller weg als gedacht und eine solche Gruppe braucht auch Zeit, bis sich alle wieder gesammelt haben. Die Mittagszeit war langsam gekommen und es ging in Richtung Burj Al Arab zum Mittagessen. Der Bus muss noch ein ganzer Stück vorher stehenbleiben und die Gruppe ging langsam und die Umgebung betrachtend zum Hotel. Man erkennt sofort die Hubschrauberplattform, wenn man drauf zuläuft, die sich im Stock 25 befindet, nebenbei ist auch reichlich Verkehr in der Luft, erstaunlich wie viele das nutzen. Uns wurde später gesagt, das jeder Übernachtungsgast dort die Freiheit hat, direkt vom Flughafen mit dem Hoteleigenen Hubschrauber abgeholt zu werden. Für weitere Fahrten im Auto stehen dann über 50 Nobelkarossen zur Verfügung.



Nun gingen wir hinein, und … eigentlich hätte ich mit mehr Prunk und Weite gerechnet, was es aber gar nicht. Die Höhe der Eingangshalle ist schon geschickt gemacht, aber wenn man gerade aus sieht, sieht man nur erst einmal eine schräge Wand und an beiden Seiten sind Rolltreppen angebracht. Wir fuhren  eine Etage auf den Rolltreppen nach oben, bis man an die Fahrstühle kommt. In zwei Gruppen ging es in die Etage 23, wo man einen Saal für uns mit runden Tischen vorbereitet hatte, freie Platzwahl. Wir nahmen Platz und warteten ab. Die Bedienungen waren alle sehr nett und höflich, es wurde Wasser gereicht und kurz danach war das Buffet im Nachbarraum eröffnet. Man konnte von allem etwas finden, generell hat man allgemein international gekocht, kein reines arabische Mahl. So gehört Fisch, Fleisch und auch Käse dazu. Sehr leckere Nachspeisen, die nicht zu süß waren.



Es war genügend Zeit für alle wirklich satt zu werden, die Toilette zu besuchen und sich noch ein wenig im selben Stock umzusehen.

 




Wir fuhren zum historischen Bastakiya Viertel, was für die alten Häuser und die historischen Windtürme bekannt ist. Durch eine spezielle Konstruktion der hohen Türme mit runden Stämmen, auf die nassen Tücher gehängt wurden, ist eine Kühlung möglich, ohne eine  Klimaanlage, wie man sie heute kennt.
Weiter gings zum eher kleinen Dubai Museum, wo sich auch andere Gruppen trafen und es entsprechend voll war. Das Museum ist im alten Al-Fahidi Fort aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, nett gemacht, viel aus alter Zeit in Vitrinen, sicher nett anzusehen, aber auch kein echtes Highlight.





Aber es stand ja noch die Flussüberquerung, der Gewürzmarkt und der Gold-Suk auf dem Plan. Die Überfahrt dauert nicht lange, und man steht schon auf der anderen Seite. Direkt am Beginn des Gewürz- und Gold-Suks.




Die Gewürze sind schon in der Menge und der Vielfalt extrem und bei uns nicht zu finden, es ist schon spannend, dort einmal durchzulaufen und sich das Treiben anzusehen, die Nase kommt auch nie zu kurz, da einem immer wieder andere Gerüche unter die Nase kommen. Manchmal auch welche, die unbekannt sind und die man nicht unbedingt immer riechen müsste.






Dann rüber zum Gold-Suk. Nach einer kurzen Besprechung haben wir eine knappe Stunde Zeit bekommen. Zu wenig, zu viel ? Keine Ahnung. Die Straße ist zwar nicht allzu lang, aber die Geschäfte extrem vollgepackt mit Gold, einige total überfüllt und überladen, andere wenige feiner und edler.




Preise findet man in den Läden weniger, man wird hereingebeten und ständig angesprochen, ähnlich
wie in der Türkei. Wer das kennt, geht einfach mit einem freundlichen Gesicht weiter. Aus den kleinen Seitenstraßen kommen Gestalten, die einem hässliche nachgemachte Uhren und Chronographen für umgerechnet ca. 130 € andrehen wollen, da geht man einfach weiter und lässt sich nicht auf ein Gespräch ein, lohnt sich nicht.
Der Gold-Suk ist so voll und überladen, das man erstmal alles ablaufen müsste, sich einen Überblick verschaffen und dann gezielt zurückgehen müsste, aber dafür fehlt ( wie immer auf den Ausflügen ) die Zeit. Denn dann müsste man im Laden noch verhandeln und die Gruppe wartet dann, handeln unter Zeitdruck ist nie gut.

Nach einem langen Tag, der doch irgendwie schnell vorbei ging und auch das „ Alt und Neu „ in der Stadt zeigte,  gings im Bus wieder zurück zum Schiff. Der Tag war ausgefüllt, nie langweilig und hat uns gefallen. Durch die Menge der angefahrenen Punkte und als Gruppe bleibt leider nie so viel Zeit, als wenn man alleine loszieht. Sicher kann man alles auch alleine erreichen, so ein Essen müsste man vorher bestellen. Uns hat es gefallen und wir fanden den Tag ausgefüllt und schön.

Durch den Ganztagesausflug kamen wir doch recht knapp zum Abendessen auf das Schiff zurück, es
war schon 18:30 Uhr, so haben wir uns entschieden, erst noch schnell umziehen und dann zur Grillecke, etwas Essen, alles andere wäre zu spät geworden. So haben wir zwar unsere Tischnachbarn im Restaurant nicht mehr gesehen, aber das hat sich eben so ergeben, und Sie werden es sicher überlebt
haben.

An diesem Abend stand noch das Kofferpacken an, wie immer musste man den Koffer ab einer bestimmten Uhrzeit vor die Kabine zur Abholung stellen, das war bei uns 22 Uhr. Da wir noch Platz in den Koffern hatten und man bei Fly Emirates 30 kg je Person mitnehmen kann, war das eine lockere Sache.

Wie immer waren alle Infos auch im täglichen „ DAILY „ Blättchen nachzulesen. Frühstück gabs auch noch ganz früh und so machten wir uns pünktlich auf.

Ausschiffen und Flughafen Dubai:

Klappte tadellos und vorbildlich, können sich andere mal eine Scheibe von abscheiden. Koffer standen in einer Halle, nach Farben sortiert, dann gings in die Busse zum Flughafen. Wie immer wird man dort sehr sehr früh und überpünktlich hingekarrt, aber die Abwicklung in Dubai dauert fast noch länger als in Lissabon auf dem Flughafen, wo schon sehr viel los ist. Die Abgabe des Koffers und die Sitzplatzzuweisung klappte gut und freundlich.

Dann muss man noch durch den Zoll, Handgepäck scannen, durch den Personenscanner laufen und … pieppp, ja wie immer, kenne ich schon, wieder zurück, Gürtel ausziehen, auf Band legen, weil keine Schale mehr greifbar, einfach so aufs Band legen und durch, ok. Meine Frau musste die Schuhe ausziehen, auch aufs Band legen, auch keine Schale verfügbar, nur so aufs Band legen und durch, ok.
Wo war der Gürtel ?? Kam nicht an, Schalen über Schalen kamen, schon fast übereinander, der erste
Schuh meiner Frau, aber kein Gürtel. Nachgefragt, naja, irgendwo hängengeblieben ( war klar, ohne Schale !! ), dann kam er. Der zweite Schuh meiner Frau ? Immer noch weg. Wieder nachgefragt, nachgesehen, Ratlosigkeit. Vorne und hinten reingesehen und irgendwann wurde er entdeckt, natürlich
auch irgendwo hängengeblieben. Da ist man in Deutschland fitter, alles kommt in eine Schale, nichts lose auf Band, im Ausland ist man da oberflächlicher oder versteht den Sinn nicht, auch nach dem xx-ten Teil, was hängengeblieben ist.

Dann endlich weiter zur nächsten Station, der Passkontrolle. Geschätzte 10 Schalter, an denen immer eine lange Menschenschlange hin, und das zog sich wie Gummi, weil die arabischen Schalterbeamten,  oder wie man Sie richtig bezeichnet, viel Zeit hatten, sich noch mehr zu sagen hatten, jede Seite scannen mussten und jeden Stempel einzeln nachkontrollierten. Nach einer lannnngennnn Zeit waren wir endich dran, geben unsere Dokumente mit einem freundlichen „ Morning „ ab ( es kommt dann aber nichts zurück, das muss man nicht meinen ), warteten wir, und warteten ….., bis der Typ uns sagte „ Office 2“.

Ähh, leichte Verwunderung und Nachfrage, was er gesagt hat. „ Go to Office 2 „ kam in einen gebrochenen English zurück. Mist, was war denn nun schiefgelaufen ? Haben wir einen fehlenden Stempel im Reisepass ? Wenn ja, war das nicht unsere Schuld, denn alle mussten die Pässe abgeben und wurden im jeden Hafen zentral abgestempelt.
Umsehen und schauen, wo das besagte Office 2 ist, grobe Richtung wurde gezeigt, also hin. Gefunden, es saßen noch zwei andere dort. Hatten die was ausgefressen ? Beide wurden passmässig nochmals kontrolliert und dann abgestempelt. Ich habe freundlich unsere Pässe abgegeben und wartete ab, der erste wurde abgestempelt, aha, doch nicht so schlimm. Ich fragte nach, ob etwas nicht stimmt, bekam aber die Antwort, das es das normale Kontrollsystem ist, alles in Ordnung. Puhhhh, noch mal Glück gehabt, alles in Ordnung, es ging weiter.

An irgendeiner Schlange vorbei, die Pässe mit den grünen „ Office 2 „ Stempeln hochhaltend waren wir nun endlich im Duty Free Bereich. DAS Paradies in Dubai, billiger und besser geht’s nicht, da kommt eben auch nicht jeder rein. Bei der Menge der Geschäfte wird man auch hier wieder erschlagen und man sieht eine Menge und nichts und Autos. Gerne wird hier überall für Autos Werbung gemacht, weil die eine Menge weniger kosten und der Sprit billig ist.

Wir hatten noch genügend Zeit und konnten Sie nach und nach alle abgrasen, manchmal stehen Preise dran und man kann ungefähr vergleichen. Angeben ist immer der Preis in US $ und Dirham, die einheimische Währung. Ich habe ein paar Fotoartikel verglichen, und muss sagen, wenn man grob umrechnet, sind die Preise deutlich höher als unsere Internetpreise, auch höher als Ladenpreise. Daher kommt hier ein Kauf nicht in Frage, zudem man noch nachverzollen müsste und dann wird es noch teurer. Auch Parfüms und andere Artikel waren teurer.

Nach dieser Erkenntnis und dem langen Suchen eines Artikels, den wir dort kaufen konnten, gaben wir das auf, und suchten uns einen Platz für einen Cafe Latte ( schmecken wie bei uns die Capucchinos ).
Auch hierfür musste man ein wenig länger suchen, es war doch recht gefüllt. In einer netten offenen
Schlemmerbude am Rand fanden wir einen Platz und genossen den Cafe Latte für knapp 5 €, der Rest war Trinkgeld, denn Münzgeld will in Dubai keiner haben, ist nämlich kaum was wert.

Der Check-In macht dann auch pünktlich auf und es wurde bestimmte Bording Gruppen aufgerufen und man achtete auch darauf, was ich sehr gut finde, die Drängler durften erstmal zur Seite gehen. Wir bekamen zwar Plätze nebeneinander, aber durch den Gang getrennt, konnten aber noch mit einem anderen Gast tauschen.

Wie immer lagen kleine Kopfkissen und eine Decke an jedem Platz, unter die brauchten wir auch. Erst haben wir recht lange auf der Rollbahn warten müssen, hatten hast 40 Minuten dadurch verloren, keine Ahnung warum, es wurde nichts gesagt. Erstmal abgehoben wurde die Klimaanlage doch deutlich kühler gestellt, und ich holte meine Jacke aus der Ablage und meine Frau bekam die zweite Decke auch noch.
Am Ende des Fluges war Sie komplett durchgefroren und ich kam einigermaßen zurecht. Wir vermuten, das man die Anlage so kalt gestellt hat, da ein paar Einheimische von Dubai nach Düsseldorf flogen. Die Araber sind es gewöhnt die Klimaanlagen extrem nach unten zu drehen, wenn es draußen heiss ist. Für uns eine klare Sache für eine Erkältung, für die eben nicht.

Dann kam das Essen, oder wie schon zu Anfang geschrieben, teilweise das Essen, d.h. einige bekamen Tabletts mit Essen, die meisten nicht, dann wieder mal vereinzelt und mittendrin, dann wieder nichts mehr und man sah auch keine andere weitere Verteilung.
Was das auf sich hat, habe ich bis zum Schluss nicht verstanden, kann es auch nicht erklären. Dann kamen irgendwann die Wagen auch bei uns vorbei und man konnte wieder zwischen zwei Gerichten wählen. Mehr oder weniger blieb dann noch das eine übrig. Wie auch auf dem Hinflug, wieder reichhaltig, mit Wasser, Hauptgericht, Salat, Gemüse, Nachtisch und Kekse. Eine echte Menge, kann man nicht anders sagen. Der Geschmack ist immer so eine Sache, war aber völlig in Ordnung.

Und trotz der Verspätung in Dubai landeten wir fast pünktlich in Düsseldorf, fuhren mit der Bahn über Köln dann nach Hause.

So, nun zum Schluss das Fazit. War es gut, was war gut, was war schlecht, würde ich noch mal MSC buchen ?


Positiv:
Vorbildliche Ein- und Abschleusung ohne Probleme und Wartezeiten
Top Abendessen mit Bedienung und sehr lecker
Gut organisierte Ausflüge mit Reiseleitern, die man gut verstehen konnte
Einwandfreie Abwicklung der Reise
Live Gesang und Begleitung am Abend in den Bars


Negativ:
Das Frühstück, unter dem wir uns etwas Besseres vorgestellt hatten
Cocktails, die grottenschlecht sind ( halb Eis, wenig Alkohol, dünne Säfte )
Selber gemachtes Eis mit einem hohen Wasseranteil, keine italienische Qualität
Die Beschallung am Pooldeck teilweise sehr laut
Teilweise zu kalte Klimaanlagen in den Bars


Neutral:
Die Shows, die teilweise gerade mal 30 Minuten lang waren, waren ok, nicht mehr
Über den Tag reservierte Liegen, für uns nicht wichtig


Wir würden wieder bei MSC buchen, und auch gerne  wieder die Lirica, da es ein kleines und übersichtliches Schiff mit einer freundlichen Besatzung ist.
Aber nicht zu unserem gebuchten Pauschalpreis, man sollte die Last-Minuteangebote nutzen,
dann kommt man zu 699 Euro an diese Reise, wie uns einige auch erzählt haben.






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