Donnerstag, 30. Oktober 2014

Reisebericht TUI Cruises "Mein Schiff 2" - Mittelmeer mit Türkei 2014

Nachdem wir diese Reise im April 2013 im Reisebüro des Vertrauens gebucht hatten, war die Fahrt nun endlich gekommen. Bei der Buchung hatten wir schon leichte Probleme, eine passende Innenkabine zu finden, es war schon sehr viel ausgebucht. Uns reicht eine Innenkabine, denn wir sind den ganzen Tag unterwegs und nur zum Umziehen und Schlafen auf der Kabine. Gefunden haben wir die Kabine 10115, die sich später aber noch als nicht so optimal herausstellen sollte.

Diese Reise war vom 01.10. bis 11.10.2014. Dazu muss man wissen, das die Fahrt auch die griechische Vulkaninsel Santorin umfasst, und TUI Cruises fährt in 2014 nur einmal diese Insel an, und die wollten wir gerne einmal sehen. Dazu kommt noch, das es dort Tenderverkehr gibt, eine Pier zum Anlegen für Schiffe ist nicht vorhanden.

Unser Wohlfühlschiff:
( Quelle Wikipedia )


( Quelle TUI Cruises )

Bei der Buchung konnten wir unseren nächstgelegenen Flughafen Köln/ Bonn aussuchen. Vorteil ist, das wir recht schnell dort sind, Nachteil ist, das solche Flüge in die Türkei gerne Nachts stattfindet, denn es gibt in Köln kein Nachtflugverbot und das nutzen alle Fluglinien in die Türkei. 

Und genau so kam es auch, Boarding 02:20 Uhr, eine halbe Stunde später hob die gelbe TUIfly  Boing 737-800 ab. 

Die Flugzeit lag bei ca. 3,5 Stunden, in der Türkei gibt es eine Zeitumstellung von +1 Stunde. Entsprechend früh waren wir auf dem Antalya Airport und nach einer angemessenen Zeit waren wir durch den Zoll und haben die Koffer vom Band geholt. 

Ein TUI Cruises Ground Team Türkei hat uns geholfen den richtigen Weg zum Bus zu finden und nach kurzer Zeit waren wir auf dem Weg zum Schiff. Die Fahrt im Bus dauerte ca. 35 Minuten und der Cruise Terminal am Hafen war erreicht. Wie immer gab es die ersten Erfrischungsgetränke in Form von Tee und wir reihten uns zum Einchecken ein. Auch hier waren wir immer genügend Schalter vorhanden. 

Nach den Formalitäten haben wir unsere Bordkarten bekommen und die Pässe wurden dort direkt eingehalten, da Sie am letzten Tag noch abgestempelt werden mussten.
Generell kann man schon am Anreisetag alles an Bord nutzen, da die Kabinen erst ab 15 Uhr freigegeben werden. So gehts für uns erstmal in den "Anckelsmanns Platz" http://tuicruises.com/mein-schiff-1/restaurants/Anckelmannsplatz/ , zum Frühstücken.
Danach kann man relaxen und sich entspannen. Für diesen Tag waren 31 Grad gemeldet, entsprechend haben wir leichte Kleidung im Handgepäck und uns dann umgezogen.

Freie Liegen auf dem Pooldeck waren reichlich vorhanden und wir sicherten uns jeweils eine im Schatten. Eine weitere Änderung in diesem Jahr waren die Handtuchkarten. Pro Gast wurde beim Check-In eine Karte ausgegeben. Entsprechend hab es bei der Handtuchausgabe nur ein Handtuch gegen die Karte. Verständlich, denn so kann man eine Menge an Waschmittel- und Wasser sparen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Leute, die haben bis zu 4 Handtücher benutzt, auch um verschiedene Liegen zu reservieren. Naja, das Thema gibt es damit so nicht mehr, dafür legen die Leute eben andere Dinge auf die Liegen. Aber mit dem einem Handtuch kommt  man zurecht. 

Pünktlich um 14:55 Uhr kam die Durchsage der Kreuzfahrtdirektorin, das die Kabinen fertig sind und bezogen werden können. Also hin und Koffer auspacken.  Unsere Kabine 10155 lag auf dem Deck 10 und recht zentral zu erreichen.
Wir kannten das Schiff bereits, daher gab es im Grunde keine Eingewöhnungszeit und der erste Durchgang war sowas von bekannt und man fühlte sich im Urlaub. Egel ob Innen- oder Außenbereich, alles war soooowas von bekannt.








Zum ersten Abendessen musste es für uns ein Wok-Essen sein, einfach klasse, das man das im Anckelsmannplatz anbietet. Hier stellt man sein Menue selber zusammen, packt auf den Teller , was man möchte und die Köche bereiten es schnellstmöglich im Wok zu. Wartezeit ca. 10-15 Uhr Minuten, und dann super lecker. Als Info, das der persönliche Teller fertig ist, wird mittels einem Pieper weitergegben. Den bekommt jeder für seinen Teller. Piept das elektronische Wunderding, ist der Teller bereit für die Abholung. Da ich immer mal wieder Fragen in Foren und Gruppen sehe, wie diese Dinger aussehen, helfe ich mal mit einem Bildchen.



Nach den Vorgaben stand auch noch die Seenotrettungsübung an, an der jeder Gast teilnehmen muss. Wir haben auf verschiedenen Fahrten schon so einiges erlebt und dieses Mal wurde die Übung mit ca. 60 Minuten doch recht lang und zog sich wie Gummi. Es wurde wohl längere Zeit nach einem Gast gesucht, der nicht auffindbar. Wo der später noch auftauchte, kann ich nicht sagen. 
Nach der nötigen Übung stand noch die Poolparty und das Auslaufen aus dem Hafen in Antayla an, natürlich mit dem dem Auslauflied " Grosse Freiheit " von Unheilig.

Alle anderen Tage der Reise:

Tag 02:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-02-seetag-mittelmeer-mit-turkei-2014.html
Tag 03:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-03-piraus-athen-griechenland.html
Tag 04:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-04-seetag-fahrt-nach-istanbul.html
Tag 05:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-05-istanbul-mittelmeer-mit-turkei.html
Tag 06:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-06-seetag-mittelmeer-mit-turkei-2014.html
Tag 07:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-07-kusadasi-mittelmeer-mit-turkei.html
Tag 08:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-08-santorin-tender-mittelmeer-mit.html
Tag 09:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-10-rhodos-mittelmeer-mit-turkei-2014.html
Tag 10:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-10-rhodos-mittelmeer-mit-turkei-2014.html
Tag 11:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-11-antalya-und-ruckreise-mittelmeer.html
Tag 12:
http://troisdorfertestblog.blogspot.de/2014/10/tag-12-ankunft-zuhause-mittelmeer-mit.html

Tag 02 - Seetag - Mittelmeer mit Türkei 2014

Gerne wird am zweiten Tag der Seetag von den Reisenden angenommen um sich das Schiff genauer anzusehen, zu relaxen und sich auf die Reise einzustellen.

Wie immer laufen ein paar Events auf dem Pooldeck, wie das Vorstellen einiger Personen / Offiziere aus verschiedenen Gruppen. Hier hat die " Stimme des Schiffes" und ich meine nicht die des Kapitäns Block, die Vorstellung übernommen. Nein, es war die Kreuzfahrtdirektorin Stefanie Lämmerhirt.



Sie hat mir Ihrer immer freundlichen Art und sehr netten Stimme zum Wohlbefinden beigetragen. 
Da es an Bord einer Kreuzfahrtschiffes immer knapp an Essen und Trinken ist, wurde um 11 Uhr erstmal eine nette Grillecke mit Fleisch und Würstchen freigegeben. Haben wir dezent, auf Grund von einem ausgiebigen Frühstück im "Atlantik" ausgelassen.



Sicher kann man nicht den ganzen Tag in der Sonne liegen, wird auch langweilig. Und wieder Essen und Trinken ? Naja, ein wenig, das reichte aus.
Und dann gab es direkt das nächste Event: Eisfigurenschnitzen. Das haben zwei Mitarbeiter schnell und anschaulich gezeigt. 



Den Tag kann man sehr gut mit verschiedenen Dingen ausklingen lassen, je nach Lust in den verschiedenen Bars wie der TUI Bar oder im Theater.





Eigentlich ist man an einem solchen Tag am Abend mal müde, geht ins Bett und schläft. Ja, diese Reihenfolge haben wir fast auch eingehalten, aber mit dem Schlafen hat es auf Grund von einem mächtigen Lärm und Polterei gehapert. Irgendwann nach 23:30 Uhr wurde es mir doch zu viel und ich habe den extremem Lärm bei der Rezeption telefonisch gemeldet. Nach ca. 10 Min. kam jemand und hört sich das kurz an, stimmte uns zu, das das zu laut ist, aber er nicht wüsste, woher das kommt, wollte der Sache aber nachgehen. Nach einer guten Viertelstunde wurde es weniger, hört aber erst gegen ca. 01:30 Uhr merklich auf, das ich einschlafen konnte.

Was oder wer für den Krach verantwortlich war, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, aber sicher war es ein Einzelfall. Oder etwa nicht ?

Tag 03 - Piräus (Athen, Griechenland) - Mittelmeer mit Türkei 2014

Nun ging es direkt mit dem ersten Ausflug los. Wir haben uns für den Besuch der Akropolis in Athen entschieden. Ja sicher, ein Klassiker und klar fahren da alle irgendwann mal hin, aber wir waren noch nicht dort und das erschien am sinnvollsten.

Noch recht müde von der kurzen Nacht mussten wir früh raus, frühstücken, unseren Kram für den Ausflug zusammenpacken und zum Treffpunkt.
Der Ablauf war bekannt und alles klappte zeitgemäß.



Der Ausflug war entsprechend der Beschreibung und wie diese Busfahrten immer so sind, wird man von Treffpunkt zum nächsten gefahren, dann mal zum nächsten Fotostop. Unsere Reiseleiterin war gut und hat viel erzählt, leider kann man immer nur einen Bruchteil behalten.

Das Highlight der Fahrt war sicher die Akropolis in Athen. Das denken auch ca. 8 Mio anderer Leute in jedem Jahr, entsprechend viel ist da los. Man pilgert schon mit vielen anderen Leuten aus der ganzen Welt den Weg zur Akropolis hoch, oben verteilt sich das Ganze wesentlich besser und man erhält einen tollen Ausblick und etliche Fotomöglichkeiten. Vernünftiges und festes Schuhwerk ist schon wichtig, die Stufen sind uneben und oben auf der Akropolis ist es auch uneben. Leute mit Badeschlappen sind dort fehl am Platz. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro und ist bereits im Ausflugspreis enthalten. 

Wenn man die 8 Mio. Besucher pro Jahr x 12 Euro hochrechnet und bedenkt, welche Zuschüsse Athen bekommt für den Neuaufbau ist das schon erheblich und es gibt dort noch für Jahre zu tun.








Später gab es noch eine kurze Zeit für den Besuch der Altstadt, wo man die typischen Touristenläden sah, viel Kram den nicht jeder braucht, Restaurants und ein paar Cafes. Recht viel Polizei unterwegs. Die Motorradpolizei ist dort jeweils zu zweit auf einer Maschine unterwegs, habe ich auch eher selten so gesehen.



Nach dem Mittag haben wir uns noch schnell eine freie Liege am Pool gesichert und den Nachmittag teils im Schatten locker angehen lassen.
Der Blick in den Hafenbereich lohnt sich, denn da ist immer was los und bei einem späten Nachmittag ist das Licht sehr schön und strahlt die Hafengebäude an, da habe ich schon wesentliche hässlichere Hafenliegeplätze gesehen.



Am Abend gab es dann im Theater die Show: Luna - ein musikalisches Mondspektakel.



Diese Show kannten wir bereits von unserer Fahrt im Oktober 2013 auf der MS2, daher wussten wir, das es wirklich gut und lustig gemacht wurde, ein echter Tipp.



Nach einem späten Drink in einer Bar gings dann ins Bett. 

Tag 04 - Seetag ( Fahrt nach Istanbul ) - Mittelmeer mit Türkei 2014

Offiziell wird der Tag als "Istanbul" geführt, jedoch muss  man bedenken, das wir erst um 19 Uhr in Istanbul waren. Daher sehe ich das tagsüber als Seetag, am Abend kann man sicher etwas unternehmen, wenn man sich in Istanbul auskennt, sowieso, es gab aber auch schon am Abend die ersten Ausflüge, hier besonders die abendliche Fahrt auf dem Bosporus. 

Trotzdem ist dieser Seetag nach Istanbul nicht langweilig, denn das Schiff durchfährt die Dardanellen.

Wikipedia beschreibt die Dardanellen so:

Die Dardanellen liegen zwischen der europäischen Halbinsel Gallipoli und dem zu Kleinasien gehörigen Nordwest-Anatolien, sie sind der südwestlichste Teil der innereurasischen Grenze. Der Name stammt von Dardanos, einer Siedlung, die in der Nähe von Troja lag.
Diese Meerenge verbindet das Ägäische Meer mit dem Marmarameer und über den anschließenden Bosporus mit dem Schwarzen Meer. Die Dardanellen sind etwa 65 Kilometer lang und zwischen 1,3 und 6 Kilometer breit, dabei durchschnittlich 50 Meter tief. An der Oberfläche fließt eine Strömung aus dem Marmarameer zum Mittelmeer, während eine Unterströmung in die entgegengesetzte Richtung fließt, bedingt durch die fast doppelt so hohe Salinität des Mittelmeers gegenüber dem Schwarzen Meer.
Die Oberflächenströmung trägt vom Schwarzen Meer Süßwasser ins Mittelmeer, während eine tiefere Strömung in entgegengesetzter Richtung Salzwasser zurückträgt. Beide verursachen Schwankungen in der Wassertemperatur und im Salzgehalt im Marmarameer. Da im Mittelmeer die Verdunstung höher ist als Zuflüsse es speisen, überwiegt die aus dem Marmarameer kommende Oberflächenströmung. Die Strömungsgeschwindigkeit variiert zwischen ein bis 2 Knoten.
Nach dem Dardanellen-Vertrag von 1841 war es nur türkischen Kriegsschiffen gestattet, diese Meerenge zu passieren. Während des Ersten Weltkriegs waren die Dardanellen aufgrund ihrer strategischen Lage Schauplatz der Schlacht von Gallipoli mit hohen Verlusten auf beiden Seiten. Seit 1936 regelt der Vertrag von Montreux die Durchfahrtsrechte. 

An der asiatischen Küste der Dardanellen befindet sich die Hafenstadt Çanakkale.


Die Durchfahrt sieht recht groß aus, aber für zwei große Schiffe wird es schon so eng, das sich
die Schiffe bei einem Lotsen anmelden müssen und eine bestimmte Zeit für die Durchfahrt bekommen. 
Man kann an beiden Seiten immer wieder militärische Anlagen und andere Orte sehen, es wird nicht langweilig.



Generell war es den ganzen Tag bewölkt, gemeldet waren 21 Grad, für die Fahrt nach Istanbul und dann auch dort selber. Das reicht an Land auch völlig aus, auf einem fahrenden Kreuzfahrtschiff kommt schnell kühlender Wind dazu. Einige schnappen sich Decken und machen es sich auf den Liegen gemütlich, wir lieben es, ein Buch zu nehmen ( oder Ebook-Reader ) und uns in die "Schaubar" zu verziehen.  Dort gibt immer irgendwo ein Plätzchen, was ruhig und gemütlich ist. Auf der MS1 ist es das Spielcasino, wo man rauchen darf / durfte ( zumindest noch 2012 ). Der Raum ist so groß, das der Qualm nicht weiter auffiel, sieht nun in der "Unschlagbar" auf der MS2 völlig anders aus. Diese Bar ist klein, zwar gemütlich, aber durch die Raucher sowas von "zugenebelt", da hilft auch der gute Rauchabzug und Klimaanlage eher wenig.

Die Schaubar



Die Unschlagbar



Am Abend waren die Köche wieder auf dem Pooldeck am zaubern, es gab Tapas und andere Köstlichkeiten. Im Theather wurde nichts gezeigt, weil die ersten Gruppen bereits Ihre Ausflüge hatten. Wir hatten auch zwei Ausflüge in Istanbul gebucht, aber man hat beide auf den zweiten Tag gelegt. Naja, wir hätten den Abendausflug gerne direkt am ersten Tag gemacht, denn der Tag war als Seetag eher ruhig, da wäre der Ausflug recht gut angekommen, aber so mussten wir am nächsten Tag eben zwei machen, auch gut. Zeitlich war das problemlos möglich. Eine Auswahlmöglichkeit, wann wir den Abendausflug machen möchten, hat im Vorfeld beim Buchen im Internet nicht bestanden.

Den Abend haben wir daher locker am Pooldeck bei einem leckeren Getränk, oder waren er mehr, ausklingen lassen und haben uns später auf die Kabine verzogen.

Schlafen wäre gut gewesen, ging aber wegen der wiederholten und anhaltenden Polterei nicht. Ging das schon wieder los ? Wir mussten am nächsten Tag früh raus und wollten schlafen ? Kurz vor 23 Uhr zog ich mich an und ging zur Rezeption. Erklärte dort was los ist und das das so nicht gehen würde. Die nette Dame rief direkt beim Küchenchef an und erklärte die Situation. Zugleich riet Sie mir, am nächsten Tag zur Bordreiseleitung zu gehen und diesen Umstand zu melden. Zurück auf der Kabine war nach einer Viertelstunde Ruhe. Nachster Tag = Bordreiseleitung !


Tag 05 - Istanbul - Mittelmeer mit Türkei 2014

Istanbul, Stadt der Gegensätze und alten Bauwerke. 

Im Vorfeld haben wir uns wie immer durch die Ausflüge gearbeitet und für den Vormittag den Ausflug " Blaue Moschee, Topkapi und Basar " rausgesucht.



Die Blaue Moschee sollte man sicher mal gesehen haben, besonders wenn man die Moscheen in Dabai und im Oman gesehen hat. Diese Erinnerungen aus dem April waren noch frisch und die blaue Moschee sollte sich sicher nicht verstecken müssen. Der Topkapi Palast ist seit vielen Jahren weltkannt und ein Name, daher auch ein Muss für uns. Der große Basar war aber mit dem Hauptgrund für die Buchung von diesem Ausflug.

Sicher kann man Basar auch selber besuchen, sich in ein Taxi setzen und hinfahren lassen, aber das ist nicht so immer unser Ding, so fanden wir den Ausflug passend. Die angesetzte Zeit von 6 Stunden passte auch zum unseren zweiten Ausflug.
Pünktlich ging es los, wir bekamen ein mittelalte und hochmotivierte Reiseleiterin aus Istanbul, die sich sehr gut auskannte und schon viele Gruppen begeleitet hatte.



Die Fahrt zur blauen Moschee dauerte ein wenig und am Parkplatz angekommen, konnte man schon sehen, das nicht gerade wenig los ist. Am Ende der Schlange konnte man den Moschee nur erahnen, sehen nicht, alles war in der Stadt recht eng und voll. Nach einer gewissen Zeit kam man der aber näher und man konnte Sie mit den Minaretten schon sehen, das Ende der Schlange noch lange nicht. Die ersten mussten schon zum WC und zogen los, immer der Schlange nach, bis irgendwann das Örtchen kann, ein Stückchen weiter war auch das Ende der Schlange. Kopfdeckung und Schulter bedecken für Frauen war Pflicht, man konnte Sachen kostenlos leihen, wenn man nichts Passendes dabei hatte, eine genaue Prüfung gab es aber nicht, ganz anders als im Oman und in Dubai, wo die Kontrollen vor den Moscheen sehr streng und teilweise nicht nachvollziehbar von oben herab waren. 



Die Schuhe musste man vor dem Eingang ausziehen und es gab Plastiktüten auf einer Rolle, wo man die Schuhe reinpacken konnte, weil der Ausgang ein  anderer war, man kam also nicht mehr an den Eingang zurück, anders als in Dubai, wo man die Schuhe in Regale stellt und später wieder abholt.



Wartezeit bisher 1 Stunde. Naja, ging um, und war ich in DER blauen Moschee ! Und war enttäuscht ! Blau ? Wo ? Irgendwo hingen oben zwei oder drei blaue Kacheln, daher stammt noch der Name, der Glanz von früher ist wohl lange vorbei. In der Kuppel sind noch etliche blaue Steine und Kacheln, aber der Name kommt noch von den alten Steinen, die heute kaum noch vorhanden sind. Dazu kommt noch, das man große Gerüste mit Glühbirnen von der Decken sehen konnte, jede Birne mit einem eigenen Kabel nach oben. Daher wird die Sicht nach oben recht verdeckt. Vielleicht sieht man das von vorne nicht, aber da war überall abgesperrt und wir kamen nicht hin. Alles war voller Leute und unsere Reiseleiterin gab Ihr Bestes , um die Geschichten loszuwerden. Nebenbei versuchte ich, auch noch das eine oder andere vernünftige Foto für die Nachwelt und meinen Reisebericht zu machen, was nicht so einfach war.

Wieder raus und nun zum Topkapi Palast . Wikipedia gibt als Infos:

Mit dem Bau wurde bald nach der Eroberung Konstantinopels (1453) durch Sultan Mehmed II. begonnen. Zunächst ließ er einen Palast auf dem heutigen Beyazıtplatz (Beyazıt Meydanı) errichten. Wenig später entschied er sich dann aber für ein zweites Projekt an anderer Stelle. Seit 1459 wurde auf der heute Sarayburnu genannten Landspitze zwischen Goldenem Horn und Marmarameer ein neuer, zunächst aus zwei Höfen (heute 2. und 3. Hof) bestehender Palast errichtet, der 1468 vollendet war. Dabei wurden Teile des byzantinischen Mangana-Palastes überbaut. 1478 wurde eine Wehrmauer im Abstand um den Palast fertiggestellt, die u.a. den Raum für den heutigen ersten Hof bildete. Damit war die Grundstruktur des Palastes bereits im 15. Jahrhundert in den wesentlichen Zügen festgelegt. Der Bau ist somit auch nach den späteren Umgestaltungen eines der bedeutendsten Architekturzeugnisse der Renaissanceepoche in Europa.
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Anlage durch umfangreiche Renovierungen und Erweiterungen bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Seit Mehmed II. residierten alle osmanischen Herrscher im Topkapı-Palast, bis Sultan Abdülmecid I. im Jahre 1856 das neue Dolmabahçe Sarayı auf der anderen Seite des Goldenen Horns am Ufer des Bosporus bezog. Beide Paläste sind heute Museen.
Der Palast besteht nicht aus einem einzelnen, sondern getreu der türkischen Tradition aus mehreren Gebäuden in einem großen Garten. Mit einer Fläche von über 69 Hektar und bis zu 5000 Bewohnern war der Palast eine eigene Stadt. Man nannte ihn anfangs Saray-ı Cedîd-i Âmire / ‏سرای جديد عامره‎ oder Yeni Saray / ‏يکی سرای‎ / ‚Neuer Palast‘, bevor sich im 18. Jahrhundert der Name Topkapı Sarayı durchsetzte, der sich von der palasteigenen Kanonengiesserei ableitete.
Der Palast ist in vier Hِöfe unterteilt, die jeweils durch eigene Tore erreicht werden. Mit seiner Lage auf einer Landspitze bietet er eine beispiellose Panoramasicht auf Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn.

Klar, das dort auch wieder eine Schlange war und man erst rein durfte, wenn man eine Eintrittskarte hatte. Wir waren bestens vorbereitet, und unsere Reiseleiterin hatte alles geregelt und die passende Karte für den jeden parat.



Und wieder anstellen an die Schlange, die Leute kamen von überall und irgendwie war wieder kein Ende der Schlange zu sehen und das Chaos dort schon erheblich. Man musste durch verschiedene Tore, drängeln und quetschen war angesagt. Und wieder waren wir nach einer Stunde drin ! Ja, Und nun ? Der Palast ist sowas von gross und durch die verschiedenen Hِöfe und extra Gebäude recht unübersichtlich. Nun sollten wir in ein extra Gebäude mit einem Museum gehen, soweit der Tipp der Reiseleiterin. Wieder anstehen ? Auch diese Schlange war unübersichtlich und sicher wollten wir nicht wieder anstehen ! Wir hatten keine Lust, noch mehr Zeit zu verlieren, daher haben wir uns von der Gruppe abgemeldet, was auch andere gemacht haben. 

Daraufhin gab es einen Treffpunkt für später und jeder hatte Freizeit. Das Wetter wurde deutlich besser und so machte es endlich Spass, durch die Anlage zu laufen und den teilweise tollen Ausblick zu geniessen.







Dann weiter zum Basar. Ach ja, das ging ja nicht, weil der Basar zu war. Durch das zu dieser Zeit stattfindende Opferfest war der Basar geschlossen  und nur die normalen Geschäfte durften ِöffnen. Alternativ wurden wir zum Taksim Platz gefahren und hatten Freizeit, und konnten durch die Einkaufsstrassen ziehen.







Hier muss ich TUI Cruises einen dicken Minuspunkt geben. Es stand lange fest, wann das Opferfest ist und das der Basar geschlossen hat, das hätte man anderes planen kِönnen und man hätte auch den Ausflug anders beschreiben müssen. Das Bayrami Fest steht bereits 2 Jahre im Voraus fest. Hier war die Planung schlecht, es haben sich auch etliche Gäste beschwert. Die TUI Cruises Betreuerin, die eine dicke Ladung abbekam, war aus dem KidsClub und konnte zu der Tour und Planung nichts sagen. Als Sie sich noch leicht gegen die Gäste stellte, war alles zu spät, und die Stimmung bei einigen ganz am Boden. 

Mit Hunger ( gibt es das auf einer Kreuzfahrt ? ), naja, war auszuhalten und Durst ging es zurück zum Schiff. Leider waren die Wartezeiten ( 2 Stunden + ) und der Stress um den geschlossenen Basar Grund genug der Reiseleiterin, die Ihr Bestes gab, kein Trinkgeld zu geben, schade, aber nicht zu ändern.

Nach einer Stärkung und der Durststillung stand ich um 16:55 Uhr vor der Türe der Bordreiseleitung.  Es waren bereits ein paar Leute mit einem extra Termin dort, aber ich kam direkt dran.

Nun konnte ich meine Erfahrungen über die Lautstärke in den beiden Nächten mitteilen. Die Dame aus dem Reiseteam schaute sich die Lage des Zimmers an und meinte, das würde ja unter dem Anckelsmannplatz liegen. Ja, schon klar, habe ich gewusst bei der Buchung. Aber das man dort bis nachts 1 Uhr und teilweise noch länger poltert, wusste ich nicht und ist auch nicht normal. Nach einem Hin-und Her kam dann heraus, das in der ersten Polternacht ein Problem in den Abwasserleitungen beseitigt wurde und zudem der Super-Gross-Reinemachtag der Küche ist. Alles klar, muss auch auch, sauber sollte es in jeder Küche sein. Aber bis Nachts 1 Uhr ? Nein, sicher nicht, das ist in einer solchen Lautstärke wie Schränke umwerfen, Schüsseln auf den Boden knallen usw ( so habe ich es empfunden ) nicht normal und duldbar.  Nach einer Diskussion, was normal und laut ist, ergab sich "plِötzlich", das eine Kabine freisteht, da ein Gast in Istanbul abgereist war. Die nette Dame rief dann beim Housekeeping an und klärte den Zustand des Zimmers ab. Zimmer war frei und fertig für den Umzug, wenn wir das mِöchten.

Mِöchten wir das ? Wo war das Zimmer ? 10044, direkt seitlich unter dem Pool. Pool = nachts zu, sicher mِöchten wir das ! Direkt wurde der Umzug klar gemacht, wir bekamen neue Bordkarten und man bot uns Hilfe für den Umzug an. Haben wir problemlos alleine innerhalb von einer halben Stunde geschafft. Neue Kabine, nun alles gut ? Zeigt sich noch.

Am Abend stand dann unser zweite Ausflug an: Bootsfahrt auf dem Bosporus. Wir fahren recht gerne Boot, klein oder gross, egal, ist immer gut. Mal sehen, wie dieser wird.



Treffen war um 20 Uhr im Theater. Alleine daran kann man erkennen, das die Gruppe doch grِösser war und entsprechendes Interesse vorhanden. Es ging direkt los, runter zum Deck 3, runter vom Schiff und zum Bus. Nach einer kurzen Fahrt durch die vollen Strassen kamen wir zur Anlegestelle des Bootes. Man hatte ein Boot für die komplette Gruppe organisiert. Platz war genügend für alle vorhanden. Getränke wurden zu leicht überteuerten Preisen angeboten, die gehِörten zum Schiff.




Die Fahrt ging ungefähr eine Stunde den Bosporus rauf, unter der Bosporusbrücke und anderen Brücken her. Jede Brücke hat ein anderes Farbenspiel, hier wurde viel mit LED Technik und wechselnden Effekten gearbeitet, das sah auf dem Wasser super gut an. Da kann sich Dubai hinter verstecken, dort denkt man schon länger an die Einsparung von Energie, dazu gehِrt auch die nächtliche Beleuchtung. In Istanbul merkt man nichts davon, ob das besser  oder schlechter ist, sei mal dahin gestellt, es sah sehr schِön aus und wir waren froh, diese Fahrt gemacht zu haben. Nach 2 Stunden war die windige und schِöne Fahrt vorbei. Für uns hat es sich gelohnt.



Wieder zurück auf dem Schiff gab es noch einen kurzen Absacker in der Bar auf Deck 11, dann eine Etage tiefer und ab ins Bett. 
Wie war das mit der Ruhe ? Haben nur die Klimaanlage leise gehِört, sonst nichts. Super !


Tag 06 - Seetag - Mittelmeer mit Türkei 2014

Heute stand wieder ein Seetag an, irgendwie mussten wir ja zurückkommen. Das heisst auch, das wir wieder durch die Dardanellen mussten.

Das Wetter war bestens bei ca. 26 Grad und Sonne, daher beste Voraussetzungen für einen  Tag auf dem Pooldeck, entweder Schatten oder Sonne. Wir haben das je nach Belieben und freien Liegen immer mal gerne gewechselt. Das gute Wetter hatte den Vorteil, das die Sicht viel besser als bei der Hinfahrt war.

Mal was zum Thema Liegen und - Reservierung. Jeder bekam eine Handtuchkarte und konnte sich ein Handtuch holen. Es kam immer wieder mal vor,  das die "Handtuchpolizei" rumging, und Karten mit einer Zeit auf die Liegen mit Handtüchern legte und auch mal später Liegen abräumen musste. Einmal haben wir es auch erlebt, das ein Päarchen nach Stunden erst wieder zur Liege kamen. Das Thema wird es immer geben, besonders an den Seetagen und wir sehen das locker, es gibt immer irgendwo einen Platz, entweder Schatten oder Sonne, muss man eben ein wenig suchen. Wenn man das Thema locker angeht, klappte es auch mit der Liege, immer dran denken, es ist Urlaub !

Hier noch ein paar Bilder von der Durchfahrt durch die Dardanellen.







Tag 07 - Kusadasi - Mittelmeer mit Türkei 2014

Nächster Tag, Kusadasi, da hatten wir schon so einiges im Vorfeld gehِrt und waren entsprechend gespannt.

Ja, gespannt waren alle auf der MS2, wann wir denn nun endlich in den Hafen von Kusadasi einlaufen kِönnen, denn wir durften nicht. 

An einem Liegeplatz lag nämlich noch die USS Bataan der US Mittelmeerflotte. 



Die sollte eigentlich früh morgens wieder weg sein, das klappte aber nicht und nun waren die Amerikaner noch dort. Durch deren seitlichen Ausleger war auch der rechte Liegeplatz belegt und nicht nutzbar noch anderen Schiffen. Dann bekam die Ryndam der HAL (Holland America Line) und die Olympia von Louis Cruises noch Vorrang vor unserem schِönen Schiff. Die Gründe wissen sicher nur die Türken genauer. Es gab dann nur die Mِöglichkeit auf die geplante Ausfahrt der USS Bataan um 12 Uhr zu warten, oder als Plan B auf die Ryndam um 12:30 Uhr zu warten.





Es wurde dann doch noch 12:30 Uhr ehe das amphibisches Angriffsschiff der United States Navy endlich langsam, aber sicher aus dem Hafen laufen konnte.



Nach einer langen Warterei konnten wir nun endlich anlegen. Für das TUI Cruises Ausflugsteam hiess das auch im Vorfeld, alle Ausflüge am Vormittag umzuplanen oder zu canceln, nicht schِön, aber auch nicht zu ändern.
Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, waren wir froh, endlich von Bord gehen zu kِnnen. Bei bestem Wetter und 26 Grad ging auch das Bike Team an Land.



Wir stürzten uns in die Shoppingwelt von Kusadasi. Erstmal durch das Shoppingcenter am Hafen. Was für ein Zufall, da musste man wieder durch. Dann raus aus dem Hafenbereich, der recht locker kontrolliert wird.



Hinein in das Shoppingparadies ! Paradies ? Naja, es gab eine Menge, sicher, auch sehr viel nachgemachter Kram von einigen aktuellen Marken, was der Mann und die Frau heute eben so am Kِörper und am Arm trägt, aber eben nachgemacht, entsprechend Abstriche muss man auch machen, aber ein Hemd einer bekannten Marke kostete dann noch 10 € und eine M.K. Handtasche 30 €, nachdem man kein Interesse gezeigt hatte und ein wenig gehandelt hat. Gekauft haben wir dort aber nichts.






Man kennt die leicht aggressive Verkäufer im Ausland ja, entweder bin ich nach einer gewissen Zeit genervt und kann es nicht mehr hِören oder ich gehe sehr locker damit um und nehme die Jungs ein wenig auf die Schippe.

An dem Nachmittag, auch wegen der Hitze, nervte es langsam und da wir auch nur den Kram gefunden haben, den wir nicht brauchten, haben wir uns noch die Taubeninsel angesehen. Da kommt man vom Hafen aus innerhalb von ein paar Minuten zu Fuss leicht hin und man hat Ruhe. Heute beherbergt die Burginsel ein Tanzlokal, dessen Besuch sich schon alleine wegen der hübschen Aussicht über Stadt und Hafen lohnt. 




In den inneren Bereich konnten wir nicht, die Tore waren zu, aber man kann ziemlich weit um die Insel laufen und hat einen schِönen Ausblick auf den Hafen. Hier konnten wir tolle Ausblicke auf die MS2 und die Ryndam geniessen.

Da es auf der Taubeninsel immer einige Angler gibt, gibt es auch etliche Katzen, denn die bekommen die kleinen Fische, die sonst keiner will.



Nach einer ausreichenden Zeit machten wir uns zurück aufs Schiff, gesehen hatten wir viel, gekauft nichts, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Am Abend stand die Show " Beatles forever " um  21:30 Uhr dem Plan. Das kannten wir auch von der Fahrt in 2013, aber wer die Songs der Beatles mag, der sollte sich das anhِören und - sehen, es lohnt sich immer.
Was kam danach ? Genau. Absacker in einer Bar und ab ins Bett. Ach ja, das Thema Schlafen. Ging einwandfrei, wir haben nichts mehr von der Polterei gehِört und hatten Ruhe.