Montag, 22. Juni 2015

Eine Woche Italienrundreise - Chaos oder Erlebnis ?

Meine Frau und ich reisen gerne, wie die meisten und ab und zu findet man einfach ein Angebot was einem direkt zusagt. Das war auch in dem Fall der Italien Rundreise im Lidl Prospekt so. Die Reise heisst " Höhepunkte Italien ", wird über Lidl angeboten und über Tour Direkt aus Bonn abgewickelt und vor Ort betreut.

Wir haben uns einen recht späten Termin ausgesucht, denn das Wetter sollte nach Möglichkeit schon warm genug sein. Daher haben wir die Zeit 06.05. bis 13.05.2015 bei der telefonischen Buchung über die Hotline genommen. Flug war nur ab Düsseldorf möglich, leider nicht ab Köln, was uns lieber gewesen wäre.



Nun gut, die Unterlagen kamen recht kurzfristig per Mail mit allen nötigen Angaben. Daten für die An- und Restzahlung waren gut zu finden. Absolut top bei Tour Direkt ist eine Bestätigung per Mail über die Zahlungen, so weiss man, das das Geld angekommen ist und auch richtig verbucht wurde. Hier haben bei großen Firmen schon böse Sachen kurz vor der Reise erlebt, da war das Geld bezahlt, aber manuell falsch verbucht worden.

Soweit alles gut, noch !

Aus unseren Reiseunterlagen hatten wir die Infos, das unser Flug von Düsseldorf nach Mailand -Linate um 06:30 Uhr starten sollte. Morgen um halb 7 Abflug, heisst aber auch ca. um sechs am Schalter oder am Flughafen zu sein. Das war schon ein riesen Problem, denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man das vergessen, denn ab nachts 3 Uhr kommt man nicht mehr weg. Da wir niemanden aus dem Freundeskreis nachts nerven wollten, haben wir den Plan " C " genommen, den Vorabendscheck am Flughafen und eine Übernachtung im Hotel in der Nähe des Flughafens.

Es sollte ein günstiges Hotel ein, da das nun wieder extra Kosten sind, die nicht hätten sein müssen, da die Bahnanreise, 2. Klasse, bereits im Reisepreis enthalten war. Über etliche Hotelportale habe ich ein passendes für 45 € Übernachtung und nur 5 km vom Flughafen entfernt gefunden. Die Beurteilungen waren im Netz durch die Bank eher schlecht, aber wir wollten nur schlafen und mussten nachts wieder raus. Nach einem kurzen Mailkontakt wurde mir die Übernachtung bestätigt, auch die nächtliche Abreise, was auch nicht in jedem  Hotel möglich ist.

Alles prima, oder ? Der Urlaub konnte kommen. 

Alle Teile der Reise zum schnellen Anklicken:












Tag 10 der Italienrundreise - Start in Mailand und Landung in Düsseldorf

Dieses Mal habe ich mir mal den Spaß mit dem Handy gemacht und den Start in Mailand-Linate und die Landung mit Anflug in Düsseldorf. Durch die Vibrationen beim Start und bei der Landung wackelt es ein wenig, das war nicht zu verhindern, aber es sind Hobbyclips mit meinem Iphone 4 gemacht.



Start einer AirBerlin A320 in Mailand-Linate (LIN) am 13.05.2015 



Anflug einer AirBerlin A320 in Duesseldorf (DUS) am 13.05.2015


Tag 9 der Italienrundreise - Das Fazit der kompletten Reise

Was ist denn nun mein Fazit zu der Reise, was war gut, was war schlecht ?

Die Vorbereitung und die Unterlagen durch den durchführenden Anbieter "Tour Direkt " ist sehr gut gewesen, die Geldeingänge wurden immer per Mail bestätigt. Ein aktives Postfach ist hier ein Muss, auch wenn man telefonisch die Hotline erreichen kann. Wenn man das machen möchte, braucht man möglicherweise Zeit und Geduld, bei meiner Anfrage per Telefon, die einfach schneller als per Mail gehen musste, habe ich mehrfach anrufen müssen, da anscheinend die besetzten Plätze der Hotline immer ausgebucht war.

Die Planung und Durchführung hatten teilweise Lücken, da die Route und Tagestour umgestellt wurde, hier müsste man früher informiert werden. Von einer Reiseleiterin, die eine solche Tour macht, seit etlichen Jahren in Italien lebt, wünsche ich mir mehr Infos zu dem Leben in dem Land, zum allgemeinen Ablauf des täglichen Lebens und nicht das stupide Ablesen von Wikipedia-Ausdrucke und anderen Zetteln. Das kann ich selber auch und ein Reiseführer ist besser geschrieben. 

Die geführten Touren in den Städten waren normal und gut, alles klappte und war von einer normalen Qualität, mal besser, mal schlechter. Das man vom Reiseanbieter, über die Reiseleiterin die geführten Touren zu je 45 € anbieten wollte, merkte man deutlich. Hier muss man selber entscheiden, was Sinn macht. Städte wie Mailand, Rom, Venedig und Verona kann man sehr gut selber zu Fuß erkunden. Städtpläne werden teilweise gestellt, oder findet man an den Touri-Infos. Ansonsten kommt man immer fragen, mit Deutsch kommt man manchmal weiter, mit englisch dich recht oft. Ein wenig Orientierungssinn sollte man haben, als Notlösung hatten wir die Handnummer der Reiseleiterin bekommen.

Jeder sollte selber für sich entscheiden, was und wie man diese Reise macht. Einige hatten aber völlig falsche Vorstellungen, vorher nie eine Rundreise gemacht und nicht damit gerechnet, das man den Koffer hin- und her schleppt, am besten gar nicht auspackt. 

Was negativ herausgestellt wurde, war immer wieder der Hinweis durch die Blume ( oder durch die dünne Wurst ), das unsere Reisegruppe zu einer Billigreisegruppe gehörte und wir keinen Salat, Nachschlag oder andere Dinge bekommen. Kein Obst zum Frühstück sind weitere Hinweise, das das kein Einzelfall war, obwohl wir eine Zusage hatten, das wir Obst bekommen sollten, am Ende gab es doch wieder keins. In einem Land wo es Obst und Gemüse in rauen Mengen gibt und Tomatenschlachten in Städten gemacht werden, war es für uns nicht verständlich, das man uns nicht ein Mindestmaß an Obst und Gemüse gegeben hat. Das hätte sicher kaum mehr gekostet und alle wären glücklich gewesen. So hatte man nach einer Woche das Gefühl in einem Entwicklungsland zu sein, was sicher nicht am Land selber liegt.

Das Schlimmste war allerdings die immer schlimmer werdende Streiterei zwischen dem Busfahrer und der Reiseleiterin. Die beiden hatten keinen richtigen Draht zueinander gefunden, dazu kam noch, das der Fahrer meinte, der Chef der Reise zu sein, und spielte mehrfach seine kleine macht aus, machte uns die Tür nicht auf, war nicht am richtigen Platz oder kam deutlich zu spät. Ein Busfahrer einer Rundreise hat die Aufgabe, die Reisegruppe heil und gesund, ohne Unfall, von A nach B zu bringen. Nicht mehr oder weniger. Da er kein deutsch sprach und anscheinend kein englisch ( ich habe es nie gesehen oder gehört ), war auch keine Kommunikation möglich. Der Fahrer hat sich nicht in die Reiseplanung einzumischen oder Plätze selbstständig zu ändern. Hier hat man es nicht geschafft, diesen Mangel über die ganze Woche abzustellen. Klare Worte, von Chef zu Fahrer hätten das klären müssen. Im schlimmsten Fall hätte einen anderen Bus + Fahrer beschaffen müssen. Sicher wäre das wieder mit Zusatzkosten verbunden gewesen,und das wollte man nicht. Auf diesen Stress können die Gäste aber verzichten und das trägt auch nicht zu eine entspannten Stimmung bei.

Wenn man nun fragt, ob sich die Reise gelohnt hat, würde ich JA sagen, da wir für uns das Beste draus gemacht haben, uns in irgendwelche Streitereien nicht eingemischt haben und in den Städten tolle Erlebnisse hatten.

Wenn man nun weiter fragt, ob wir das wieder buchen würden, muss ich NEIN sagen, denn wenn man sich das Fazit der Reise durchliest, erkennt man, das etliche negative Dinge dabei waren. Auch wenn man sich aus dem Streit raushalten konnte, blieb das Essen übrig, was keinem 3 Sterne Hotel entspricht. Ich möchte bei einer solchen Reise satt werden und einen Mindeststandard aus dem Jahr 20xx haben und nicht aus den 70ziger Jahren. 

Das war nun unsere zweite Reise von Lidl-Reisen, die beide in der Durchführung und vom Standard sehr ähnlich waren. Man zahlt wenig, bekommt auch sehr wenig. Das muss jedem bewusst sein. Alle aus der Gruppe, die über ein Fazit gesprochen haben, wolle eine solche Reise nicht mehr machen, das die Enttäuschung doch größer war, leider.

Das wars mit meinem Reisebericht. Er war wie immer ehrlich geschrieben, mit Namen habe ich mich zurückgehalten, es macht wenig Sinn, über die betroffenen Personen namentlich her zu ziehen.





Tag 8 der Italienrundreise - Abreisetag und Mailand

04:15 Uhr - Pieeppppp ! Ja, was für ein Mist, der mieseste Tag der Reise stand an, der Abreisetag, total früh, denn wir mussten aus dem Raum Verona noch nach Mailand, was auch locker 3 Stunden dauern kann. Wir hatten nur eine halbe Stunde für das Frühstück, man machte leider nicht früher auf. Das war aber die Zeit incl. Essen, WC-Gang, Koffer holen, ausschecken und sich mental verabschieden, extrem wenig Zeit. Aber wir brauchten auch nicht viel mehr, da es nicht so viel zu Esssen gab. Völlige Sparversion, keine Brötchen, nur Toastbrot, wo der Chef das Hauses das immer auspackte, und aufpasste, das niemand zu viel nahm. Er hat zwar nie was gesagt, aber sowas ist schon deutlich, und unterstreicht die Sparmaßnahmen. Wenn man verpackten Scheibletten-Käse als "echten" Käse bezeichnet und durch die Wurst Zeitung lesen kann, weil Sie so dünn ist, gute Nacht und armes Land !

Um 05:30 Uhr ging die Busfahrt los. Nein, noch nicht, es fehlten noch welche, die sich scheinbar an die ausgemachte Zeit nicht so richtig halten wollten. Wir mussten, wollten auch nicht. Irgendwann waren doch alle da und es ging los. 

Wir bekamen noch die Info der aktuellen Reiseleiterin, da wir doch den Tag noch in Mailand nutzen können und mit dem Bus in die Stadt fahren. Den Koffer sollten wir entweder aufgeben oder einschließen. Die Buslinie 73 fährt vom Flughafen in die Innenstadt. Zu so einer Stresstour hatte wir eigentlich keine Lust, da waren zu viele Fragezeichen dabei, die keiner beantworten konnte. 

Wir haben uns mit acht Personen zusammengeschlossen, alle die, die eine späte Abreise hatten und wollten versuchen, zusammen mehr zu erreichen. Zusammen ist am stark ! Also, gut, dann doch in die Stadt mit dem Bus ? Vielleicht. Erstmal musste wir mit den Koffern irgendwo hin. Die Schalter von Air Berlin waren in Mailand-Linate schnell gefunden. Irgendwann kamen mal Mitarbeiter zu diesen Schaltern, aber niemand konnte absehen, ob man unsere Koffer abnehmen konnte. Da an der Anzeigetafel nichts stand, hatte ich mich entschlossen zu fragen. Daher fragte ich in englisch, ob wir unsere Koffer für den Nachmittagsflug nach Düsseldorf schon morgens abgeben konnten. Die nette Dame schaute auf Ihren Terminal, hatte nach dem Ausweis gefragt und prüfte den Eintrag. Ja, der Name wurde gefunden und einchecken und Koffer abgeben wäre möglich, ich müsste mich nur hinten an der Schlange anstellen.

Alles klar, super. Den anderen noch eben eine kurze Info gegeben, und hinten angestellt. Dann waren wir endlich dran und wollten einchecken. Welcher Flug ? 16:20 Uhr nach Düsseldorf ? Das geht nicht, ist zu früh. Wie jetzt, ich hatte doch eben noch die Kollegin gefragt, die sich auch noch alle Daten angesehen hatte, incl. des Ausweises ?? Keine Chance, den Koffer abzugeben. Was für ein Mist. Genau sowas haben wir schon mal in Portugal erlebt, die Leute am Schalter haben null / nada / nichts verstanden, auch in der einfachsten englischen Sprache nicht. Haben keinen Plan, von dem was man fragt und sagen einfach irgendwas, und wie schon mal, stimmte hier nichts.

Plan B sah so aus, das wir den Koffer abgeben konnten. Einer aus der Gruppe hatte diese Stelle bereits entdeckt. Wir mussten alle eine Etage tiefer und gingen in die Abteilung, wo ein netter Mitarbeiter Koffer annahm, mit einem Zettel versah und den dann in ein Regal stellte. Pro Koffer kostet das 8 Euro. Nicht super billig, aber mit dem Koffer braucht man nicht in die Stadt zu fahren.

Alles klar, alle Koffer weg, nun zum Zeitungsshop, die Fahrkarten für den Bus kaufen. Im Bus kann man keine kaufen, es gibt auch keine Automaten, in Italien kauft man solche Tickets in Tabak oder Zeitungsläden. Raus aus dem Flughafen, da stehen direkt alle Linienbusse bereit. In die Linie 73 rein und los in die Stadt. Die Fahrt dauert eine knappe Stunde bis in die Innenstadt. Da wir keine genaue Haltestelle wussten, haben wir uns in den Innenstadt orientiert, besonders an den Straßen und Gebäuden, die wir schon vom ersten Tag kannten.

Idealerweise haben wir den richtigen Platz gefunden und kamen direkt hinter einer bekannten Einkaufsstraße aus. Klasse, der richtige Startpunkt. Wir machten in der Gruppe eine bestimmte Zeit für den Treffpunkt aus, damit wir noch genügend Spielraum für die Rückfahrt und zum Einschecken hatten.



Und dann wieder in die Innenstadt von Mailand mit unserem Rucksack als Handgepäck. Die Shoppingtour war recht entspannend und locker, da wir einiges kannten. Wir fanden schöne und günstige neue Shops, zusätzlich einen wirklich großen Ferrari Shop, der über zwei Etagen geht und noch einen Fahrsimulator im Keller hat, da geht das Herz auf.

Pünktlich gings wieder zum Treffpunkt zurück, die anderen waren alle schon da und warteten schob, wahrscheinlich wollten alle nach Hause und hatten keine Lust mehr, da der Tag schon recht lang war. Der Bus Nummer 73 war schon da und es ging zurück zum Flughafen. Wir holten unsere Koffer, bezahlten die Gepäckgebühr und gingen zum einschecken. Da mussten wir noch kurz warten und es ging endlich los, danach kam der normale Ablauf in einem Flughafen , wie Security Check usw., dann ab zum Gate.





Das klappte dann alles recht gut und wir waren froh, den Tag doch noch so toll um bekommen haben. Der schlechteste Tag in unseren Befürchtungen hatte sich zu einem tollen Tag geändert, sicher, in der Gruppe war es leichter für alle, und das war auch gut so. Diesen wirklich günstigen Ausflug kann ich nur empfehlen, es ist wirklich einfach und sehr güntig, die einfache Fahrt kostet 1,50 € ! Billiger kann man nicht in die Innenstadt kommen.
Nun saßen wir im Flugzeug, was fast ausgebucht war und es ging nach Düsseldorf.
Eine gute Woche Italienrundreise war vorbei.

Tag 7 der Italienrundreise - Verona

Wir hatten vor Jahren schon von Bekannten gehört, das Verona langweilig ist und man da nicht viel machen kann, läuft nur in der Innenstadt herum. Sicher, da war der Balkon von Romeo und Julia da ( den es früher nicht gab und nur für die Touris angebracht wurde ), aber das wars sicher schon.

Daher waren unsere Erwartungen sehr gering und eher gelangweilt gingen wir zum Bus und die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde. Der Bus benötigt noch für die Einfahrt in die Innenstadt ein Ticket. Das bekommt der Bus an einem abgelegenen Parkplatz am Stadtrand in einem Wohncontainer. Wenn man das nicht weiss, findet man das nie. Nun eskalierte die eh schon abgespannte Situation zwischen dem Fahrer und der Reiseleiterin. Sie holte den / einen Schein auf dem Container und kam zum Bus. Plötzlich brüllte der Fahrer wie ein Irrrer los, wir saßen in der Mitte und haben es nicht richtig mitbekommen. Später hatte die Reiseleiterin uns erzählt, Sie hätte das falsche Ticket geholt (angeblich) und er wollte es Neues holen und griff in die Kasse der Reiseleiterin. Sie entdeckt das sofort und stellte ihn zu Rede, darauf hin, soll er seine Hand erhoben haben und wollte zuschlagen, wozu es aber nicht kam. Völlig eskaliert und aus der Kontrolle geraten, unglaublich sowas.

Wir fuhren dann aber mit dem angeblich falschen Ticket in die Innenstadt und die Reiseleiterin teilte uns dann noch mit, das Sie Ihrem Chef mitgeteilt hat, was vorgefallen war und diesem war es nun wohl zu extrem und er kündigte an, nach Verona anzureisen und Gespräche zu führen.

In Verona hatten wir eine Führung durch eine nette Dame, die viel erzählte. Oftmals zu viel, aber so ist das eben bei den meisten Führungen, fast alles vergisst man wieder. Nachdem wir den Julia-Balkon und eine große Figur bestaunen konnte ( Berühren der LINKEN Brust soll Glück bringen ) hatten wir viel freie Zeit. Die Innenstadt war schon schöner als gedacht, sehr schön und alt. In der Mitte ist ein Marktplatz, der eine gute Mischung zwischen Obst, Tourikram und Ledersachen bietet. Das eine oder andere kann man finden, wie ich,  der endlich einen echten Ledergürtel, der schön dick war,und noch auf Maß gemacht wurde, für 30 € bekommen konnte. Da hatte sich der Tag schon gelohnt. 













Verona hat im Grunde nur zwei Einkaufsstraßen, die aber viele gute Geschäfte haben. Man sollte ruhig einen grössere Bogen laufen und durch die kleineren Gassen laufen, in den Nebenstraßen findet man kleine Geschäfte und Restaurants, in denen man leckere Pizzen essen kann, dann noch einen spitzenmässigen Cappucchino  oder Espresso für einen Euro (!!) bekommt. Hier undenkbar, dort aber normal. Wenn es etwas in Italien günstig bekomme, ist es das.
An der Arena war wieder der Treffpunkt am Nachmittag, woe sich alle wieder pünktlich einfanden. Zusätzlich waren noch zwei andere Leute dabei, die scheinbar zur Reiseleitung gehörten, zusätzlich noch die Reiseleiterin vom ersten Tag, die wir schon kannten und alle nach einem festen Schema auf die Sitze plazieren wollte. Nun dachten wir, sind die drei wegen dem Streit an diesem Tag da, und der Chef ja auch noch dazukommen wollte. In Wirklichkeit stellte sich aber später heraus, das der Chef doch nicht kommt und stattdessen, die erste Reiseleiterin die andere ablösen sollte damit diese noch am selben Tag das Hotel verlassen konnte.  Die anderen beiden sollten eingewiesen werden und die nächste Gruppe übernehmen. Gut für uns, denn beide haben wir als unsympathisch und überheblich empfunden. Das ist eine persönliche Einstellung, das kann bei anderen wieder anders gewesen sein.

Tja, der Chef war nicht gekommen und der Streik wurde nicht geklärt, man wählte den einfachsten Weg, einer ( oder eine ) musste abreisen, der andere konnte bleiben, was hier auch nicht anders ging, denn den Bus brauchten wir noch.

Da wir noch Zeit bis zum Abendessen hatten und die Koffer schnell vorgepackt waren, hatten wir uns vorgenommen, mal einen Drink an der Bar zu nehmen. Gute Idee, aber schlechte Durchführung, denn die Bar hatte geschlossen. Man oh man, hier war fast alles sowas von tot und nichts los. Daher gings aben wieder zurück ins Zimmer und warten auf die Abendessenzeit. Dann wieder los und auf die Stammplätze, Trinken bestellt, was immer direkt bezahlt werden musste ( alle sicher direkt weggelaufen, da wir ja eine billige Reise vom Discounter gebucht hatten ), und warten auf die Pasta, von der man immer essen konnte, bis man fast satt war. Nun gab es die Infos, das wir eine Umfrage mitmachen sollen, eine nette Zufriedenheitsumfrage für Tour Direkt, die anonym durchgeführt werden sollte, aber jeder sollte seinen Namen draufschreiben !! Wie jetzt, anonym und dann Name drauf ??? Ja, man bestand mit Nachdruck darauf, da man das so auswerten wollte. Einige haben das nicht gemacht und sich verweigert, für uns war das kein Problem,wir stehen zu dem was wir angekreuzt haben, denn was gut war, wurde so beurteilt, was nicht gut war, hat auch eine negative Bewertung bekommen. Die beiden Zettel meiner Frau sind eher schlecht ausgefallen, die wird man wohl später vernichtet haben. Bis heute haben wir nichts mehr davon gehört.

Nun kam die Pasta, also wieder normal zugelangt, wir konnten sicher noch Nachschlag holen. Aber wo war der Nachschlag ? Der kam nicht, wir hatten sicher an den vorherigen Tagen alles vom dritten Tag weg gegessen, das man schlecht haushalten konnte und nun keine Nudeln mehr für uns hatte. Da war es wieder, es wurde sogar an den Nudeln für uns gespart. Das wir kein Obst bekamen, hatten wir in der Woche ja kapiert, das Gemüse wurde minimalisiert und abgezählt.  Der weitere Hauptgang war spärlich und man wurde so gerade mal so satt, nicht gerade der Bringer. Hier hat man sich am letzten Abend keine besondere Mühe gegeben, uns einen schönen letzten Abend zu machen und das Hotel in guter Erinnerung zu halten. Nun will ich beim letzten Hotel nicht alles schlecht machen, das Hotel selber und die Zimmer waren ganz in Ordnung , die Leute waren nett, aber beim Essen wurde leider wieder echt gespart.

Genervt von der anonymen Umfrageaktion mit Namensangabe und dem spärlichen Abendessen gingen wir nach dem letzten Happen direkt auf das Zimmer, packten die Koffer fertig, schauten noch eine Viertelstunde eher schlechtes deutsches TV und machten dann das Licht aus, denn um 04:15 Uhr dudelte der Wecker zum Aufstehen. 

Tag 6 der Italienrundreise - Venedig

Ja, da war Sie, die nächste romantische Stadt - Venedig. Oder genauer gesagt, noch nicht so ganz, denn wir mussten noch eine gute Stunde mit dem Bus fahren. Da wir auch an diesem Tag wieder beschlossen hatten, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bzw. abzulaufen, mussten wir auch sehen, wie wir hinkommen. Hinkommen ? War doch klar, oder ? Nein, war es nicht, denn wir fahren als Busgemeinschaft auf den großen Parkplatz " Tronchetto " und wurden dann aber getrennt, denn die geführte Gruppe hatte den Wasser-Linien-Bus mit dabei, wir nicht. Wir mussten sehen, wie wir nach Venedig reinkommen.

Möglichkeit 1: Laufen. Das heisst, ca. 7 km pro Weg zu Fuß, und das bei guten 26 Grad pure Sonne. Das wäre früh morgens noch zu schaffen gewesen, aber nicht mehr am Nachmittag, nach einem langen Tag auf den Beinen.

Möglichkeit 2: durchfragen und auch mit dem Wasser-Bus fahren, was eigentlich alle machen. Die Kosten lagen bei ca. 8 Euro je Fahrt und Person. Alternativ gibt es noch ein Tagesticket für 25 €, wo man auch noch andere öffentliche Fahrzeuge nutzen kann. Haben wir gelassen, denn die Lauferei in der Stadt ist langwierig und wir wollten noch Zeit zum chillen und shoppen haben.

Die Fahrt ist recht einfach, man steigt am Tronchetto ein ( Linie merken ! ) und wenn man in die Innenstadt wie wir will, fährt bis " Piazza San Marco " ( Markusplatz ) mit. Das dauert ca. eine knappe Stunde und macht Spaß. Wir haben im hinteren Bereich draußen gesessen / gestanden und konnten noch schöne Fotos machen. Je nach Sonneneinstrahlung, besonders zum Nachmittag entstehen so tolle Bilder.

( Quelle: Google Maps )




Soweit gut angekommen, sind wir erstmal die Riva degli Schiavoni hochgelaufen, bis man  nicht mehr weiter konnte und dann in die Innenstadt gegangen und uns in Richtig Markusplatz / Rialtobrücke gehalten. In den vielen kleinen Gassen findet man etliche kleine Läden mit mehr oder weniger schönen Sachen. Man findet neben Touristenkram auch schöne Masken oder andere Sachen, groß und klein. Es macht einfach Spaß durch die Gassen zu laufen und den Flair zu genießen. An der Rialtobrücke angekommen, haben wir durch Zufall das " Hardrock Cafe Venice " gefunden, leicht versteckt in einer Seitenstrasse, aber doch gefunden und ich war happy, denn ich finde da immer mal was Nettes. Direkt an der Rialtobrücke haben wir an einem Restaurant einen netten Platz gefunden und konnten bei einem Bierchen erstmal entspannen. Ein großes Bier. Groß ? Fragte der Kellner und zeigte auf den Nebentisch. Uih, der Nachbar hatte einen 1 Liter Krug auf dem Tisch. Sorry, dann lieber medium, die 0,5 Liter Variante musste, besonders bei dem Sonnenwetter, reichen. Das Glas war eisgekühlt und das Bier schmeckte, einfach lecker. 





Man findet sich eigentlich recht in Venedig zurecht, dafür braucht man auch keinen Stadtführer, wenn man sich an die Bereiche Piazza San Marco und Rialtobrücke hält. 









Wir hatten mit einer kleinen anderen Gruppe eine feste Zeit ausgemacht, wann wir das Wassershuttle wieder nehmen wollten, um nicht zu spät zum Bus zu kommen. Da sich die anderen verspätet haben, sind wir pünktlich los und waren auch entsprechend frühzeitig wieder am Tronchetto und mussten noch auf die große Reisegruppe warten. Unser Bus war zwar auf dem Platz, und auch der Busfahrer, wir durften aber nicht einsteigen, ehe die anderen da waren und die vereinbahrte Zeit erreicht war. Aber gut, das der Fahrer mit seinem Popo auf dem dicken Sitzposter weich sitzen konnte und wir draußen stehen durften ! Hier konnte der Busfahrer wieder seine Machtposition zeigen, denn er war ja der heimliche Chef der Gruppe, das sollten wir nicht vergessen. Über diesen Kindergartenkram standen wir langsam drüber, war immer wieder lächerlich. Ach ja, zu dem Thema sei gesagt, das es zwischen dem Fahrer und der Reiseleiterin immer wieder knallte und Sie nicht mehr vorne sitzen wollte. Sie hat nun von hinten mit Ihrem Chef per Whatsapp geschrieben und das auch längere Zeit. Hatte sich was geändert ? Nein, es wurde eigentlich immer schlimmer.

Wieder im Hotel angekommen, hatten wir noch ein wenig Zeit und konnten dann zum Abendessen gehen. Essen war ähnlich wie am Vortag, nur leicht weniger. Vermutlich hatten wir am Vortag zu viel gegessen ? Möglich, aber wir wurden satt und es hat geschmeckt.

Am Abend hielten sich die Aktivitäten dort stark in Grenzen, denn man konnte eigentlich nicht großartig weggehen, es war in der Umgebung ja nichts, nur an die Theke konnte man sich setzen, aber da hatten wir nach einem solchen langen Tag auch keine Lust mehr. Daher kurz per Whatsapp ( dank Wlan ) mit der Familie schreiben, ein paar Bilder senden und Licht ausmachen. am nächsten Tag stand der letzte volle Tag an. Am übernächsten Tag ging es nach Hause. Das hiess aber für uns, sehr früh aufstehen, mit dem Bus nach Mailand zum Flughafen und warten auf 16:20 Uhr. Erst so spät hatten wir unseren Rückflug nach Düsseldorf. Für uns hiess das aber, fast 6 Stunden auf dem Airport herumhängen, eine Horrorvorstellung.  Einen ähnlichen Mist hatten wir schon einmal bei einem Urlaub erlebt. Stundenlang auf dem Flughafen herumhängen, immer den Koffer im Schlepptau, buahh, wir hassen sowas, dann lieber früher nach Hause. Nicht dran denken, am nächsten Tag gehts nach Verona.

Tag 5 der Italienrundreise - Lazise am Gardasee

Ja, der Tag auf der wir uns freuten stand endlich an. Es ging nach Lazise am Gardasee. Den Gardasee kennen wir gut, und auch Lazise ist eine der schönen Städte dort, das war schon gut ausgesucht. Es wurde auch eine extra Bootsfahrt nach Sirmione angeboten, die aber wegen zu wenig Teilnehmern abgesagt wurde. Unsere Reiseleiterin war ein wenig angesäuert, musste das Geld zurückgeben oder mit einer anderen Tour verrechnen. 

Lazise ist ein kleines und sehr schönes Örtchen am Gardasee. Man findet sich recht schnell zurecht, auch wenn es etliche Nebenstraßen gibt, wo es nette Geschäfte und Eisdielen gibt. 

Der Busfahrer brachte uns an eine Stelle an der Hauptstrasse, in der Nähe eines Einganges in der Stadtmauer. Angeblich auch nicht der richtige Platz , der ausgemacht wurde. Konnten wir nicht nachvollziehen, ist auch egal, man muss durch die Stadttore nach Lazise, wenn man von der Hauptstrasse und nicht am See entlang läuft. 



Wir haben wieder einen Treffpunkt für die ganze Gruppe ausgemacht und los ging es, ab in die vielen kleinen Geschäfte zum shoppen. Nebenbei hatten wir tolles Wetter und dann bietet Lazise ein tolles Panorama zum fotografieren, das sollte man dort ausnutzen, es gibt viele Möglichkeiten etwas oder den Partner in Szene zu setzen.




Unbedingt sollte am ein leckeres Eis in einer der verschiedenen Eisdielen essen, es gibt verschiedene, eine große die direkt am See liegt und wo man sitzen kann, oder auch zwei kleinere in den Seitenstraßen, aber alle haben sehr leckeres Eis und verstehen auch deutsch und alle verstehen die Zeichensprache.






Eis ist natürlich gut, aber irgendwann hat man auch Hunger. Hier hatten wir aber mal die Zeit und die Ruhe uns mal in ein nettes Restaurant ( draußen ) zu setzen und einen leckeren großen Salatteller zu essen. Wir hatten keine Lust auf Pizza oder was ähnliches und daher war der Salat bei der Hitze genau richtig. 
In Lazise hatten wir die  Zeit und die Ruhe zum shoppen und es mal ruhiger angehen zu lassen. Aus dem ganzen Stress der letzten Tage wurde für uns ein schöner Tag, den wir genossen haben.
Am Nachmittag hieß es wieder mal treffen und ab zum Bustreffpunkt, denn es ging zu unserem letzten Hotel. Wir waren gespannt, wie  das so ist.  Nach dem miesen zweiten Hotel konnte es ja nur besser werden, oder ?

Nun aber zum Bus. Wo war denn wieder der Bus ? Zur vereinbarten Zeit war der Bus nicht an dem Ort wo er sein sollte. Also warten. Nachmittags die Straße am See immer recht voll und man kommt schlecht voran. Nach einer Viertelstunde hat unsere Reiseleiterin den Busfahrer auf dem Handy angerufen und er steckte wohl im Verkehrschaos fest. OK, aber warum war er weggefahren und wohin ? Nach einer fast dreiviertel Stunde Wartezeit kam er endlich und es konnte in Richtung Hotel Nr. 3 gehen. Natürlich war wieder Stress im vorderen Teil des Busses angesagt ( Busfahrer vs. Reiseleiterin ). Langsam nervte der Stress der beiden immer mehr und wurde auf dem Rücken der Gäste ausgetragen. 

Wir hatten das Hotel Nr. 3 auch irgendwann mal erreicht. Es lag in einem kleinen Ort, den ich noch nie gehört hatte, in einer Seitenstraße. Wenn man nicht wüsste oder genau das Hotel suchen würde, man kann es nicht von der Hauptstaße sehen, hätte kein Gast je einen Schritt dort hinein gemacht. Der Lobbybereich war große und mit älteren Möbel eingerichtet, eine Bar und Kickertische waren auch da. Das war echt nicht übel, sah älter aber gemütlich aus.

Die Anmeldung dauerte wieder mal länger, hier war wenig vorbereitet. Man hatte die Zimmer zwar fertig, aber namentlich nichts vorbereitet. Nun mussten noch alle unseren Ausweis abgeben. Unsere Namens- und Ausweisliste wollte keiner sehen, die Gäste haben ja Zeit und können warten. Überall der selbe Mist, das hätte man besser machen können, aber sicher wollte  man das auch nicht, wenn wir zahlen ja nicht viel und lasten das Hotel zu einer Zeit aus, wo nicht viel los ist.







Ich ließ mir einen Schlüssel für ein DZ mit zusammenstehenden Betten ( ja, man konnte wählen ), geben und das lag im ersten Stock. Schnell die Koffer geschnappt und los. Ehe die anderen im Aufzug endlich Ihre Zimmer erreichten, waren wir lange auf dem Zimmer und hatten das Wlan eingerichtet. Das klappte diesmal im Hotel und in den Zimmern, leider nicht in allen Bereichen, da die Wände sehr dick waren.

Wir haben uns zum Abendessen in einem Nebengebäude getroffen, sehr gemütlich mit eigener großen Theke und verschiedenen Räumen. Ansonsten war es wieder das selbe Schema, Trinken bestellen und warten bis das Essen kommt. Dort hatte man es aber anders aufgezogen, denn als Vorspeise gab es zwei Pastagerichte und konnte nehmen, so viel man wollte. Wir haben normale Mengen zum probieren genommen. Der Hauptgang war eher knapp und die Nachspeise sehr wenig. Also: Vorspeise immer reichlich nehmen !

Wir immer war auch dieser Tag lang und nach ein wenig schreiben via Whatsapp wurde das Licht ausgemacht. Der nächste Tag sollte auch lang werden, es ging nach Venedig.

Tag 4 der Italienrundreise - Toskana Tagesausflug

Ja, die Fahrt hatten wir nach einer reiflichen Überlegung doch noch nachgebucht, pro Person wieder 45 €. Unsere Reiseleiterin freute sich deutlich. Ob Sie etwas davon hatte ?? Die Frage konnte man sich im Laufe der Reise selber beantworten.

Neben der Tagestour hätten wir noch die Alternative gehabt, im Ort zu bleiben und in der Nähe des Hotel abzuhängen. Was sollte man dort machen ? Der Ort hat sich sehr lang am Berg gezogen, es gab nur eine Hauptstrasse, fast alle Geschäfte, die man ab und zu mal sah, hatten morgens zu und machten erst später auf. Dazu kam noch, das man in den Geschäften auf die Kundschaft von 65+ eingestellt war, nicht so richtig das Passende und Modern für uns. Sorry, nein, wir nahmen die Alternative für 45 € je Nase: den Bus !
Ein schöner und alter Ort war direkt der erste: Montepulciano. 



Wir parkten ein wenig außerhalb und an einem abgelegenen Parkplatz. Hier hatte man schon direkt den Riecher, das was nicht stimmt und der Busfahrer den Boss zeigen wollte. Nach Angaben der Reiseleiterin sollte er diesen Parkplatz gar nicht anfahren. Nun waren wir aber dort und mussten erstmal über Treppen und einen Aufzug in drei Gruppen wieder an einen höheren Punkt des Örtchens kommen. 




Dann hatten wir im Grunde schon Freizeit für eigene Unternehmungen. Wir haben wieder einen Treffpunkt und Zeit ausgemacht und dann ging es schon los. Ein schöner alter Ort mit einer zentralen Straße und einer kombinierten Straße / Fußgängerzone. Schöne Geschäfte, nette Sachen, gehobene Preise, aber wirklich nett mal zu sehen. Die Kirche mitten im Ort ist wie sehr oft, alt und schön eingerichtet, nicht so modern wie bei uns, eben alles älter, was uns wirklich besser gefällt.






Die Gruppe ging dann geschlossen zum Parkplatz des Busses, nur leider war der zu und der Fahrer nicht da. Wir waren sehr pünktlich, aber hier ließ der Fahrer uns wissen, das er der Boss der Gruppe war und wir auf ihn angewiesen sind. Wieder Stress zwischen Busfahrer und Reiseleiterin war angesagt, langsam aber sicher störrte das die Gruppe. 

Ein weiterer Ort dort in der Nähe ist Montalcino. Auch ein schöner kleiner Ort, wo allerdings  wesentlich weniger los war. Man feierte dort ein Fest, wo man sich auf dem Grill was holen konnte ( wenn man sich verständigen konnte ), was für unsere polnische Truppe kein Problem war, die haben das innerhalb von sehr kurzer Zeit mittels "taktischen" Zeichen geregelt und saßen fröhlich vor Ihren Tellern. Echt klasse, wie das immer so machten. Sprachen lernen ? Nicht nötig, klappt auch so. Wir haben eine sehr kleine Pizzeria in der Mitte des Ortes gefunden, die eine super leckere Pizza machten und auch noch sehr humane Preise hatten. Das erste und zweite Stück Pizza landete im Bauch und der Nachmittag war schon mal gerettet, es gab ja erst wieder am Abend was zum beißen.




Trinken gab es dafür schon früher, denn es stand noch eine Besichtigung einer privaten Olivenölherstellung auf dem Plan. Typischer Rundgang mit einer netten Videovorführung der Ölgewinnung. Danach gab es eine Besichtigung der Geräte, die waren nicht im Betrieb. Danach konnte man probieren und es gab noch ein Glas Rot-und Weißwein für jeden. Hier muss man sagen, das die Betonung auf EIN ( Einzahl ) lag. Das wurde auch vorher im Bus schon so angesagt. Haben sich alle dran gehalten ? Natürlich nicht! Nach einem Glas von beiden Sorten, die extrem trocken waren, reicht es für mich schon. Nach kurzer Zeit hörte ich schon eine Frau sagen:  " ... ich habe schon das fünfte Glas ". Super, klatschte sicher gut, bei knappen 30 Grad. Jaja, immer die Billigtouris, da hatten wir es wieder, wollen nix bezahlen, aber für lau den Wein wegziehen. Lassen wir es einfach mal so stehen, denn die Gäste haben genommen, was Sie bekommen haben und die Gläser wurden immer wieder vollgemacht. Der Sohn des Hauses hatte echt Spaß, hier was Gutes zu tun. 




Am Abend war der bekannte Ablauf, Abendessen, Wlan im Bereich des Eingangs und dann pünktlich ins Bett. Nichts Besonderes.

Sonntag, 21. Juni 2015

Tag 3 der Italienrundreise - Rom

Unsere Reiseleitung hatte mit Absprache von Tour Direkt nun den Ablauf der Reise geändert und hat nun Rom als Tagestour vorgezogen. Naja, für uns egal, es wäre aber schön gewesen, das vorher mal anzukündigen und näher zu erklären. 

Rom, die große alte Weltstadt. Wir waren schon einmal dort, haben eine Stadtrundfahrt und einen Rundgang zu Fuß gemacht, waren auch am und im Petersdom, daher wussten wir, wie es dort aussieht. Oder doch nicht ? Auf jeden Fall hatten wir uns entschlossen, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken, denn die geführten Ausflüge zu je 45 € wollten wir aus verschiedenen Gründen nicht machen. Jeder, der sich einigermaßen orientieren kann, findet den Weg, auch Leute, die weder die Landessprache, noch englisch können, werden das schaffen. Auf jeden Fall war ich bester Stimmung, den Weg zu finden.

Ach ja, der Weg. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt. Wir hatten um Grunde fast den selben Weg wie die Reisegruppe auch, mit dem Unterschied, das man uns am am Colosseum rausgelassen hat und wir dann zu Fuß zu einem festen Cafe in der Nähe am Petersdom laufen sollten. Wenn man sich den Routenplaner ansieht, sind es rund 5 km, das kommt hin.

( Quelle: Google Maps )


Wir bekamen noch einen Stadtplan, der mehr oder weniger gut war in die Stadt gedrückt und los gings. Nun suchten wir, nach etlichen Bildern am Colosseum, den richtigen Weg. Sieht einfach aus, aber ist es nicht, denn die Beschilderung versteht man nicht so richtig, und die Grafiken auf der Karte entsprechen nicht der Realität. Auf jeden Fall waren wir innerhalb einer passablen Zeit auf der richtigen Spur und es ging in die Altstadt, immer tiefer und tiefer. Punkt für Punkt wurde gefunden. Einmal haben wir uns in der Innenstadt verlaufen und waren in  die falsche Richtung unterwegs. Aber, wenn auch, die Kellnerin in einem Bistro den Weg zur Petersbasilika nicht kennt, wie denn wir ? Da brauchten wir uns nicht zu schämen und suchten weiter.














Klar haben wir den Weg gefunden und wir hatten auch noch genügend Zeit um am fahrbaren Vatikanpostamt ein paar nette Sachen für einen Briefmarkensammler zu kaufen. So langsam war es aber auch ein paar Stunden später und das bei knapp 30 Grad. Entsprechend müde waren wir, keine große Lust mehr um auf der Via della Conciliazione den Tourikram zu begutachten. Wir haben uns an der Straße beim Antico Caffè San Pietro niedergelassen und es locker angehen lassen. 

Nachdem alle, ja alle (!!) wieder am Treffpunkt waren, ging es wieder zu unserem Bus, der dann per Handy durch unsere Reiseleiterin gerufen wurde. Der Reiseleiter ( den wir nicht hatten ) hatte die Stadtführung wohl genial und spannend gemacht, er war wirklich gut drauf, das war echt gut, alleine die letzten paar hundert Meter mit Ihm zusammen waren schon toll und lustig.

So gut der Tag auch war, auch wenn es anstrengend war, bekamen wir den ersten Stress zwischen der Reiseleiterin und dem Busfahrer mit. Wir hatten es schon am Tag vorher mitbekommen. Aber nun sollte es noch mehr werden. Die Reiseleiterin hatte schon die Zustände bei Ihrem Chef gemeldet und da wir schon im Bus eine Liste machen sollten, mit allen Mängeln, wurde diese immer länger und die Beanstandungen waren so massiv, das man sich entschieden hat, einen italienischen Hotel-Inspektor, der das Hotel abnehmen sollte, beauftragt. Dazu muss man sagen, das vor unserer Reise das Hotel durch einen Tester und unsere Reiseleiterin vom ersten Tag geprüft und für gut befunden wurde ! Genau diese Mängel, die wir nun aufgelistet haben, waren vorher in Ordnung. 

Unser Badezimmer sah so aus:






Sehr merkwürdig und so langsam bekam man den Eindruck, das alle zusammenhingen und sich abgesprochen hatten. Der Busfahrer hielt zu den Hoteleigentümer und die andere Reiseleiterin hielt zum Busfahrer. Die beiden hatten vorher schon ein paar Touren unternommen und kannten sich wohl recht gut.

Echter Klüngel, wie man in Kölle so sagt ! 

Als wir im Hotel angekommen waren, war die allgemeine Stimmung nicht so besonders. Der Inspektor war vorher schon da und hat alle Mängel kontrolliert und stimmte zu, das es so nicht weitergehen kann. Etliche Mängel konnten direkt durch kleine Arbeiten abgestellt werden, oft hilft schon Öl und ein Schraubendreher. Bei unserem Zimmer war die verrostete Badewanne so massiv, das wir ein neues Zimmer bekamen. Jipiie, das war ja super.

Nein, war es nicht, denn es wurde noch schlimmer, denn nun mussten wir in den vierten Stock ( Wlan ade, keine Chance mehr, auch im Trepppenhaus nicht ( wieder das Zauberwort: Repeater !)).  Dann war das Zimmer wesentlich kleiner, damit können wir aber immer leben. Dazu kam noch ein Kühlschrank im Zimmer ohne Funktion, die dahinter befindliche Steckdose hatte zwar Strom, hing aber halb aus der Wand, also lieber Finger weg. An dem einen kleinen Zimmer, war noch ein Badezimmer im Miniformat, zu dem man dann eine Stufe hochsteigen musste. Aber: der Brüller war die Dusche ! Man stelle ich ein kleines Badezimmer mit WC vor. Alles noch gut. Dann setzt man aber mitten rein eine Dusche mit einem Abfluss in der Mitte und einer umlaufenden Stange mit Duschvorhang. Der Vorhang und die Stange war aus alten Nachkriegsbeständen, zumindest sah das Plastik der Stange so aus. Dann stellt man sich eine Duschorgie vor, wo eigentlich keine sein sollte. Danach war alles nass ! Da brauchte man sich nicht anzustrengen, es ging einfach nicht anders. Das Ganze hatte den Nachteil, das derjenige, der in der Nacht auf Toilette muss, mehr als nasse Füße hatte. Ein Röhren-TV war vorhanden, das Bild mies und sowieso nur italienische Programme drauf. 

Das Thema Zimmer sollten wir hier lieber abhaken. Ab zum Abendessen. 
Der ganze Stress und Ärger wegen den Zimmern und der Besuch des Inspektors hatte aber auch was Gutes! Denn nun hatte man wohl erkannt, das man den deutschen Gästen was Besonders bieten musste. Und wie macht man das ? Mit einem guten und reichhaltigen Essen. Gut war es nicht, aber wirklich eine Menge und man konnte es essen und wurde satt. Viel mehr wollte man doch nicht. Naja, ein wenig mehr Gemüse, Salat und Obst wäre doch was. In Italien waren wir, das muss  man sich immer mal langsam auf der Zunge zugehen lassen, aber wir waren ja Billigtouris, gebucht über Lidl. Also, haben wir das nicht bekommen, saß eben in einem normalen Maß nicht drin, es musste wohl gespart werden.

Der Abend verlief wie immer dort, nach dem späten Essen gings in den Eingangsbereich wegen dem Wlan, ein wenig mit der Familie geschrieben und dann pünktlich ins Bett. Am nächsten Tag stand die Fahrt in die Toskana an, die wir doch extra gebucht hatten.

Ein typischer Teller zum Abendessen als Hauptmahlzeit und Nachtisch.