Mittwoch, 1. Februar 2017

Hacksaw Ridge - War es Gottesglaube oder ein Wunder ?

Wer mich kennt, der weiss auch, das ich ein Freund von Dokumentationen und der Entwicklung von 1900 bis heute bin. Eigentlich interessiert mich alles, was auf einer sachlichen Basis beruht und eine nachgewiesene Geschichte hat.

Auch Kriegsfilme, oder Antikriegsfilme, wie man Sie gerne bezeichnet, gehören dazu. Ich hatte den Vorfilm von Hacksaw Ridge bereits gesehen und wusste, das die Kämpfe im Pazifik des zweiten Weltkrieges sehr hart und umkämpft waren.  Die Japaner kämpften mit vollem Einsatz und es ging immer auch um die eigene Ehre, zumindest war es bei den höheren Offizieren so.  Die Inseln wie auch Okinawa, waren von sehr großer strategischer Bedeutung als Schutzschild vor Japan, was nur ca. 250 Seemeilen entfernt liegt.

Aber warum schaue ich solche Filme und was macht diesen besonders ?

Der Film basiert weitestgehend auf der wahren Geschichte von Desmond T. Doss, einem Soldaten der US Army, der während des Zweiten Weltkriegs den Dienst an der Waffe verweigerte und später trotzdem mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde. Er rettete bei der Schlacht um Okinawa das Leben von ungefähr 75 seiner Kameraden !

Er rettet 75 seiner Kameraden !!

Wie macht er das, etwas alleine ? Niemals. Wie kann ein ameikanischer GI im Kampf ohne Waffe teilnehmen ? Das war zu der Zeit des zweiten Weltkriegs nicht so einfach möglich und es gab nur sehr wenige Ausnahmen und Möglichkeiten, das zu machen. Desmond hatte ein weiteres Problem, denn er lehnt den Dienst an der Waffe, d.h. auch das Schießen ab. Da aber das Übungsschießen einen Teil der Grundausbildung darstellt, kann er diese nicht abschließen, ohne geschossen zu haben. Nur wer seine Grundausbildung vollständig abgeschlossen hat, kann in den Sanitätsdienst im Feld wechseln !



Wie erreicht er das ? Schaut den Film, ich möchte nicht alles verraten. 

Wer an dem Thema interessiert ist, sollte sich auch die Webseite zu Hacksam Ridge und Desmond T. Doss ansehen, die man HIER findet.

Alternativ kann man auch das Buch "Der Held von Hacksaw Ridge - Die autorisierte Biografie von Desmond Doss " im Fachhandel käuflich erwerben.




Besetzung: 
Andrew Garfield: Desmond T. Doss
Sam Worthington: Captain Glover
Luke Bracey: Smitty
Teresa Palmer: Dorothy Schutte
Hugo Weaving: Tom Doss
Rachel Griffiths: Bertha Doss
Vince Vaughn: Sergeant Howell
Ryan Corr: Lieutenant Manville
Regie: Mel Gibson
Drehbuch: Robert Schenkkan, Andrew Knight

Nun kann man von Mel Gibson denken, was  man will, aber er weiss, wie man einen actiongeladenen Film spannend rüberbringt.

Die Grundgeschichte des Films:

Desmond Doss (Andrew Garfield) wächst im ländlichen Virginia auf und leidet unter der Unberechenbarkeit seines Vaters Tom (Hugo Weaving), einem Kriegsveteranen und Trinker. Doch die Liebe seiner fürsorglichen Mutter Bertha (Rachel Griffiths) und das familiäre Band zu seinem Bruder Hal (Nathaniel Buzolic) geben ihm Kraft. Desmond ist überzeugter Christ, der das Prinzip, anderen Menschen keine Gewalt anzutun, nicht einmal im äußersten Notfall brechen würde. Zugleich ist der junge Mann aber auch ein leidenschaftlicher Patriot, der seinem Vaterland im Zweiten Weltkrieg unbedingt dienen will – nur eben ohne Waffe im Anschlag. Bei seinen Vorgesetzen während der Grundausbildung stößt seine Einstellung zunächst auf harsche Ablehnung: Captain Clover (Sam Worthington) und Sergeant Howell (Vince Vaughn) verzweifeln fast an Doss‘ Starrsinn, sich nicht mit Waffengewalt verteidigen, aber trotzdem in den Krieg ziehen zu wollen. Allen Widerständen zum Trotz erstreitet sich Doss seinen Platz an der Kriegsfront und erlebt im Pazifikkrieg im Frühling 1945 in Japan auf der Insel Okinawa einen wahren Höllensturm, als die US-Armee das Gebiet um die mehr als 100 Meter hohe Steilwand von Maeda (die titelgebende Hacksaw Ridge) unter dem Sperrfeuer der Japaner zu erobern versucht. 

Wenn der Sanitäter schließlich im Retterrausch wie ein Berserker bis zur völligen Erschöpfung und weit darüber hinaus über das Schlachtfeld pflügt, um seine Kameraden schwer verletzt aus den Schützengräben zu zerren, entwickelt das einen unglaublichen emotionalen Punch. Man könnte es kaum glauben, wenn es nicht wahr wäre – und eigentlich hat Doss sogar noch mehr Menschen gerettet: Augenzeugen sprechen von 100 Soldaten, Doss aus Bescheidenheit nur von 50, deswegen einigt sich die Geschichtsschreibung auf die offizielle Zahl von 75. 

Wunder, Gottesglaube, Wucht und Bilder des Grauens !

Wer den Film sieht, und ich meine den eigentlichen Film wo die Einheit von Desmond die Steilwand erklommen hat und das eigentliche Schlachtfeld vor sich sieht, ist nach sehr kurzer Zeit mitten in einem knallharten Kriegsfilm, der wirklich sehr deutlich zeigt, das ein Krieg etwas ganz schreckliches ist, was niemand erleiden sollte. Hier werden Kopfschüsse gezeigt, abgerissene Gliedmaßen und man bekommt nach sehr kurzer Zeit ein sehr beklemmendes und ungutes Gefühl. 

( Bild: fsmedia )


Es kommen die Bildes des Grauens eines Krieges zum Vorschein, ein Kampf, wo man sich fragt, für was kämpft man denn dort ? Völlig sinnloser Kampf bis zum letzten Mann.

Dann kommt "dieser " Desmond, der Leben retten will und nicht nehmen, denn das Gebot " Du sollst nicht töten " nicht er aus einem Erlebnis seiner Jugend persönlich sehr ernst.  Er zieht, trägt oder schleppt Mann für Mann, oder was von dem Kameraden noch übrig ist, aus dem direkten Kampffeld und lässt ihn mit einer Schlinge die Steilwand runter, und das bis die Hände bluten.

Woher nimmt er diese Kraft, immer wieder hochzukommen ? Er spricht zu Gott, er möge ihm Kraft geben um noch einen verletzten Kameraden zu bergen und das immer wieder und wieder. Er ist am Ende seiner eigenen Kräfte und die Japaner kommen immer näher. Nun muss er sich selber auch irgendwie retten. Völlig entkräftet gelingt es ihm und er scheint nicht bei sich zu sein, er hat noch nicht aus dem Rettungsmodus in die Realität umgeschaltet.

Ganz ehrlich. Wenn man das sieht und weiss, das dieser Film auf einer wahren Begebenheit basiert, sind solche Männer echte Helden. Sie retten die Leben anderen und kommen wie durch Gottes Hand geschützt, durch den Hagel der Geschosse und Querschläger. Unglaublich, eine solche Leistung habe ich in einem Film noch nicht gesehen und daher kann ich jedem, der an einem solchem Film interessiert ist, nur den Tipp geben, schaut Euch den Film an.  Er ist hart, grausam, hat auch gute Momente und zeigt einen echte Helden, der am Ende mit der Medal of Honor geehrt wird. Es ist die höchste militärische Auszeichnung der amerikanischen Regierung. Das Ehrenzeichen wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten im Namen des Kongresses an Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte verliehen, die sich durch 

„auffallende Tapferkeit und Furchtlosigkeit bei Lebensgefahr weit über die Pflichterfüllung hinaus im Gefecht gegen einen Feind der Vereinigten Staaten "

ausgezeichnet haben.

Desmond Thomas Doss wurde insgesamt dreimal verwundet. Seine schwerste Verletzung erlitt er am 12. Mai 1945. Er wurde von einer Granate an beiden Beinen schwer verletzt. Trotzdem weigerte er sich, andere Sanitäter zur Hilfe zu holen, da diese an anderen Orten dringender benötigt wurden. Als er schließlich einige Stunden später vom Schlachtfeld geborgen wurde, sprang er von der Trage und wies die anderen Sanitäter an, schwerer verletzte Soldaten zu versorgen.

Desmond Doss starb am 23. März 2006 in Piedmont, Alabama im Familienkreis. Er wurde mit allen militärischen Ehren auf dem Chattanooga National Cemetery in Tennessee begraben.

Wer den Text aufmerksam gelesen hat, konnte zwischen den Zeilen schon lesen, das ich von dem Film, der Umsetzung oder auch des Helden begeistert bin. Es hat mich wirklich bewegt, das ein einziger Mann die Kraft aufbringen konnten, immer wieder vorangetrieben durch den Willen, so viele andere retten konnte. Wie schon geschrieben, ist ein Krieg, egal wo auf der Welt eine sehr schlimme Sache, aber die Leistung eines einzelnen Helden, der gottesfürchtig war und den Glauben an sich und die Bibel nie verloren hat, ist unglaublich und dort sehr bewegend dargestellt worden.

Ich vergebe keine Sternchen, Punkte oder Ränge bei den Filmbewertungen, aber dieser ist für mich TOP1 der Kinofilme in 2017!

Army Medal of Honor